Freitag, 19. August 2016

Todeslogik - Folgt der Pränataldiagnostik die postnatale Abtreibung?

Die Proteste der Lebensrechtler bleiben noch lange notwendig. Foto: Anette Schultner
Das Gremium der Selbstverwaltung von Ärzten und Kassen, der "Gemeinsame Bundesausschuss“, erwägt zur Zeit, ob ein Bluttest, mit dem bei schwangeren Frauen festgestellt werden kann, ob ihr ungeborenes Baby mit Trisomie 13, 18 oder 21 (Down Syndrom) auf die Welt kommen wird, von den Krankenkassen bezahlt werden sollen.

Für diese Maßnahme spricht sich unter anderen der Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery aus. Seine Begründung: Ein Bluttest ist eine sogenannte „nicht invasive Methode“ im Gegensatz zur riskanten Fruchtwasseruntersuchung.

Das bedeutet konkret: Nachdem man sich per Pränataldiagnostik de facto auf ein Selektionsverfahren eingelassen hat, werden die Selektionsverfahren immer effizienter. In dieser Logik des Todes macht es also durchaus Sinn, Bluttests einzuführen, die die alten und gefährlichen invasiven Fruchtwasseruntersuchungen ersetzen sollen.

Der nächste Schritt wäre die postnatale Abtreibung. Auch Bluttests sind nämlich nicht ganz sicher. Außerdem sind Spätabtreibungen kompliziert und gefährlich. In der Logik des Todes wäre es also effizienter, die natürliche Geburt abzuwarten und erst dann zu entscheiden, ob man das Kind tötet.

Diese barbarische Praxis ist übrigens schon in den Niederlanden unter gewissen Voraussetzungen möglich.

Wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass es in Deutschland nicht zu solchen Fällen kommen wird. Auch in Deutschland sind Abtreibungen bis unmittelbar vor der Geburt erlaubt, falls die körperliche oder seelische Gesundheit der Mutter in Gefahr ist. Diese Abtreibungen sind eigentlich nur bei Vorliegen einer sogenannten „medizinischen Indikation“ erlaubt. Doch in dieser Indikation ist beispielsweise enthalten, dass die Frau aufgrund der Austragung des Kindes psychische Probleme bekommen könnte.

In Deutschland gibt es wenige Spätabtreibungen. Dennoch haben diese nicht unerheblichen Einfluss auf die Einstellung der Gesellschaft in Bezug auf das Leben der ungeborenen Kinder, wenn man diese bis zur letzten Minute vor der natürlichen Geburt vernichten darf.

Und wie kommt es dazu: Meist handelt es sich um Kinder, die eine schwere Krankheit haben. Angesichts der Tatsache, dass man eine solche Krankheit niemals mit völliger Sicherheit diagnostizieren kann, stellt sich die Frage, wieso man nicht die Geburt abwartet, um die Gesundheit des Kindes zu prüfen? Dann entscheidet man erst, ob das Kind leben soll oder nicht.

Wendet man pränatale Diagnostik an, um zu entscheiden, ob man das Kind haben möchte oder nicht, begeht man – moralisch gesehen – eine dem Neonatizid gleichwertige Untat. Nur die gesetzliche Lage hindert diese Person, auf die natürliche Geburt zu warten, um zu dieser Entscheidung zu kommen.

Aufgrund des enormen technologischen Fortschritts der vorgeburtlichen Diagnostik ist die begriffliche Unterscheidung zwischen Spätabtreibung und Neonatizid überholt. Es würde nicht überraschen, wenn bald jemand die Legalisierung des Neonatizids fordert, um so die hohen Kosten der vorgeburtlichen Diagnostik sparen zu können, um nicht von den gigantischen Forschungskosten zu sprechen. All das würde wegfallen, wenn man die Tötung von Neugeborenen legalisierte.

Am radikalsten hat sich der australische Philosoph Peter Singer für die Euthanasie von Kindern eingesetzt. Sein Buch „Muss dieses Kind am Leben bleiben? Das Problem schwerstgeschädigter Neugeborener“ provozierte Wellen der Empörung. Das bedeutete keineswegs, dass sich Singer dadurch ins Abseits gestellt hatte. Im Jahr 1999 wurde sein Buch „Wie sollen wir leben – Ethik in einer egoistischen Zeit“ von DTV herausgegeben. Am 8. Juni 2011 erhielt er den „Ethik-Preis der Giordano-Bruno-Stiftung“.

Am 24. Juli 2011 wurde er von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung interviewt, wo er beispielsweise folgendes von sich geben konnte: „Wenn die Prognosen schlecht sind, das Baby sehr leidet und vielleicht in ein paar Wochen sowieso sterben würde, halte ich es für besser, dieses Kind nicht länger leiden zu lassen, sondern es gleich zu töten.“ Mitnichten wird Singer von der großen Presse ausgegrenzt.

Peter Singer steht nicht alleine da. Im Jahr 2012 haben die Bioethiker Alberto Giubilini und Francesca Minerva in einem Aufsatz für das Journal of Medical Ethics erneut die Frage aufgeworfen, ob Kinder mit schweren körperlichen oder geistigen Schäden nicht getötet werden dürften.

Es gab eine Welle der Empörung. Die "Ärzte Zeitung" veröffentlichte am 5. März 2012 einen Kommentar zur Debatte um die Aussagen der beiden Bioethiker, der sie als „langweilig“ bezeichnete: „Auch Skandale können langweilen. Um einen solchen Skandal handelt es sich bei dem jüngst veranstalteten Theater rund um eine Veröffentlichung im Journal of Medical Ethics. Unter dem Titel ‘Abtreibung nach der Geburt: Warum sollte das Baby leben?’ legen die australischen Philosophen Dr. Francesca Minerva und Dr. Alberto Giubilini darin die Gründe dar, unter denen sie die Tötung von Neugeborenen für erlaubt halten. Diese Gründe sind, kurz gesagt, all jene, unter denen noch während der Schwangerschaft eine Abtreibung statthaft gewesen wäre.“

Grund für Empörung gibt es also nicht, so der Autor des Kommentars. Ist sein moralisches Empfinden abgestumpft? Ist er einfach zynisch? Das will ich nicht beurteilen. Allerdings hat er Recht, wenn er behauptet, die Aufregung über die Aussagen von Giubilini und Minerva sei aufgrund der hohen Zahl von Abtreibungen nicht frei von Heuchelei: „Allerdings wird man dann der Frage nicht ausweichen können, weshalb allein in Deutschland Jahr für Jahr mehr als 100.000 Feten ganz legal abgetrieben werden dürfen – die meisten davon, so wird man annehmen müssen, ganz gesund.“

Minerva und Giubilini haben damit ein Gespür für die Willkür geweckt, die jeder Fristsetzung für eine Abtreibung anhaftet. „Die Zumutung solcher Willkür muss jede Gesellschaft aushalten, die eine Fristenlösung akzeptiert. Ist ein solcher Kompromiss nach langem Ringen gefunden, sollte man ihn nicht ohne Not in Frage stellen.“

Die Bemerkung ist nicht deplatziert und trifft den Kern der Sache: Das Recht auf Leben kann nicht irgendwie aufgeteilt werden. Man hat es oder man hat es nicht. Das Alter, der Schwangerschaftsmonat, sind eigentlich irrelevant. Wieso darf man in Deutschland gemäß Paragraph 218 StGB bis einschlißelich zum dritten Monat einschließlich straffrei abtreiben, am Tag danach nicht mehr? Die Gründe für diesen Stichtag sind schon seit langem wissenschaftlich und moraltheologisch widerlegt.

Auch die schrittweise Legalisierung der Sterbehilfe fördert die Gewöhnung an die Idee, in bestimmten Fällen sollte die Neugeborenentötung doch erlaubt sein: In Belgien ist die Euthanasie von Kindern schon möglich. Das Gesetz in seiner jetzigen Fassung erlaubt es jedoch nicht, Säuglinge zu töten, denn die Person muss die Tötung bei vollem Bewusstsein verlangen. Doch solche Entwicklungen gewöhnen an die Idee, auch Säuglinge in bestimmten Situationen töten zu dürfen.

In „Muss dieses Kind am Leben bleiben?“ beschreibt Peter Singer genau diesen Umstand: „Wäre aktive Euthanasie ganz allgemein für jeden Menschen verfügbar (damit meint er auch Säuglinge, obwohl sie nicht einwilligen können, Anm. M. v. G.), in dessen Interesse es ist zu sterben, würde sich die Unterscheidung zwischen Neugeborenen und anderen – und damit die Notwendigkeit einer Altersgrenzziehung – in der Tat weitgehend erübrigen.“

Donnerstag, 18. August 2016

Wer finanziert die Abtreibungsindustrie?

Dieser Artikel zeigt, in welchem Maße die Abtreibungsindustrie finanziell unterstützt wird.  George Soros Has Spent Millions to Promote Big Abortion, But Someone Has Spent Even More

Kommentar: 

Die Feministinnen tun immer so, als ob die Liberalisierung der Abtreibung Folge des Wirkens einer Graswurzelbewegung, die die „Emanzipation“ der Frau anstrebte, gewesen sei.

Die Wahrheit ist eine ganz andere: Die Abtreibungsindustrie wurde massiv finanziell von steinreichen Personen und Organisationen unterstützt. Ohne diese gigantische Hilfe hätte sie ihre Ziele nie erreichen können.

Die Abtreibungsindustrie verfügt über Geldbeträge, von denen die Lebensrechtler nur träumen können:

Planned Parenthood (die US-amerikanische Pro Familia), erhält jährlich 553.7 Millionen US$ aus Steuergeldern, 353.5 Millionen US$ an Spenden und 309.2 Millionen US § von anderen Organisationen.

Unter den Spendern befinden sich Milliardäre wie Warren Buffet (Privatvermöge ca. 108 Milliarden US$), der allein in einem Jahr 70 Millionen US§ gespendet hat. In der Spenderliste befinden sich viele weitere Personen oder Unternehmen, die Einzelspenden geben, die durchaus hunderttausende von US$ jährlich betragen können.

Die Verbreitung der Abtreibungspille wurde mit einer Million US$ vom Milliardär Georges Soros unterstützt, so der Bericht unten.

Kräftige finanzielle erhält die Abtreibungsindustrie von der Stiftung von Bill und Melinda Gates (Microsoft). Man schätzt auf 120 Millionen US$ die Zuwendungen für Abtreibung und Geburtskontrollen.

Fazit: Die weltweite Verbreitung der Abtreibung ist keine Leistung der Feministinnen, die auf der Straße bei Demos rumschreiben, sondern finanzkräftiger Personen und Organisationen.

Priesterweihen in Deutschland im Sinkfllug

Domradio berichtet: Priesterberuf so unattraktiv wie nie

Kommentar:

Jeder Geschäftsführer eines Unternehmens würde sich fragen, was an seiner Strategie falsch war, dass es zu dieser Katastrophe kommen konnte: Sinkflug bei den Priesterweihen.

Nicht so die Mehrheit des deutschen Episkopats. Etliche Bischöfe fahren weiterhin ihren liberalen Kurs - ohne Rücksicht auf Verluste.

Nun werden tiefgreifende Strukturreformen in Trier und Limburg durchgeführt, die zur de facto Auflösung der Pfarreistruktur führen. Gewollt ist eine Kirche, die von Laien geleitet wird, in der die Priester nur noch eine Nebenfunktion haben. Gelegentlich sollen kommen sie zu den Pfarreien kommen, um die Tabernakel zu füllen.

Eine solche Kirche ist nicht nur nicht mehr katholisch, sie muss untergehen, denn sie ist nicht mehr um den geweihten Priester organisiert.

Montag, 15. August 2016

Weitere Lüge der Abtreibungslobby fällt: Zusammenhang zwischen Abtreibung und Brustkrebs deutlich

Klarer Zusammenhang zwischen Brustkrebs und Abtreibung: Breast Cancer Surgeon Angela Lanfranchi: The Abortion-Breast Cancer Link is Real

Kommentar: 



Die Einführung und vor allem die Aufrechterhaltung der Abtreibung sind auf einem ungeheuerlichen Konstrukt von Lügen aufgebaut.

So wurden in den 1970er Jahren die Zahlen der illegalen Abtreibungen maßlos übertrieben. Man sprach ungeniert von ca. einer Million Fällen in Deutschland.

Hartnäckig wurde auch behauptet, in den ersten Wochen nach der Zeugung könne man noch nicht von einem Menschen sprechen. Im Mutterleib sei lediglich ein „Zellklumpen“ vorhanden.

Allen Erkenntnisse zum Trotz bestreiten die Abtreibungsaktivisten - darunter viele Ärzte - Abtreibungen würden negativen psychischen Folgen hinterlassen. Das „Post-Abortion-Syndrom“ wird als ein Märchen abgestempelt.

Nun kommt eine neue Lüge ans Licht: Abtreibungen begünstigen erheblich Brustkrebs.

Der Zusammenhang sei nicht zu leugnen, so die US-amerikanische Chirurgin Angela Lanfranchi laut einem Artikel in LifeNews (Siehe unten).

Man fragt sich: Sind die Menschen, vor allem die Eliten, die sich mit der gegenwärtigen Abtreibungspraxis abgefunden haben, tatsächlich so beschränkt, diese Lügenarchitektur nicht zu durchzuschauen?

Oder wollen sie das Offensichtliche nicht sehen?

Die zweite Option wäre fast schlimmer als die erste, denn wir hätten es mit einer eindeutigen Komplizenschaft der Eliten mit der massenhaften Tötung unschuldiger Menschen zu tun.

Mittwoch, 10. August 2016

Katholisch.de - die Fünfte Kolonne von Gender in der Kirche

Katholisch.de hat ein Kommentar zu Gender veröffentlicht, welches diese gefährliche und antichristliche Ideologie vollends verharmlost: Keine Angst vor "Gender"!

Kommentar::

Es ist ein Skandal, wie manche katholische (!) Medien die Gender-Ideologie verharmlosen. An vorderster Front befindet sich da Katholisch.de, ein von der Deutschen Bischofskonferenz bezahltes Internetportal.

Man versucht sogar, Gender mit dem Evangelium in Einklang zu bringen, was geradezu blasphemisch ist: „Denn was könnte es besseres geben, als dass sich alle Menschen, unabhängig von ihrem biologischen Geschlecht, in der Gesellschaft frei entfalten und sie mitgestalten können? Ganz im Sinne der Bibel übrigens, da heißt es doch im Brief an die Galater: "Ihr seid nicht mehr Sklaven und Freie, Männer und Frauen; ihr seid alle eins in Christus."“

Die Tatsache, dass Hirtenbriefe aus Spanien, Portugal, der Slowakei, Polen, Norditalien und nicht zuletzt viele Stellungnahmen der letzten Päpste die Gender-Ideologie scharf verurteilen, ist den Progressisten bei Katholisch.de egal.

Für Sie gilt: Die Kirche muss sich jedem säkularen Unfug anpassen. Je revolutionärer, desto besser.

So was nennt man „Fünfte Kolonne“.

Sonntag, 7. August 2016

Kaufte Obama-Verwaltung Organe abgetriebener Babys?

Obama Admin Purchased Body Parts Possibly From Babies Planned Parenthood Aborted

Kommentar: 

Das wäre so grauenhaft, dass man es kaum aushält: Die Obama-Verwaltung soll Organe von abgetriebenen Babys gekauft haben.

Anlass zu dieser Vermutung geben heimlich gedrehte Videos.

Zur Erinnerung: Letztes Jahr tauchten heimlich gedrehte die bewiesen, dass Planned Parenthood (die US-amerikanische Pro-Familia) Organe von abgetriebenen Babys an Forschungsfirmen verkaufte. In den Gesprächen wurde über Alter, Qualität und Preis der Organe gesprochen. Vollständige Organe waren begehrter als (durch die Abtreibung) beschädigte oder von zu jungen Babys. Die Leber eines 20 wöchigen Fetus konnte man für 340 US$ erwerben.

Dieser Horror erschütterte monatelang die Vereinigten Staaten.

Nun scheint auch die Obama-Verwaltung am Handel mit Organen beteiligt gewesen zu sein. Das wäre die Erklärung, wieso das Weiße Haus eine Untersuchung des Skandals abgelehnt hat. Ein Verwaltungsbeamter hat diesen Organhandel sogar verteidigt.

Zusätzliche Informationen: NIH, FDA tied to fetal-tissue firm

NFL-Star Ben Watson ist Pro-Life

NFL Star Ben Watson: Planned Parenthood Was Created to “Exterminate Blacks” and “It’s Working”

Kommentar

Die Bereitschaft der US-Amerikaner, ihre Überzeugungen öffentlich zu bekennen, ist bewundernswert.

Nun hat der Football-Star Ben Watson erklärt, dass Abtreibung – von Planned Parenthood propagandistisch gefördert – sei verantwortlich für die Tötung unzähliger schwarzer Babys durch Abtreibung.

In der Tat treiben afroamerikanische Frauen überdurchschnittlich viel.

Ben Watson gibt die Schuld Planned Parenthood, aber auch dem herrschenden Abtreibungssystem, welches eine Mentalität bildet, die destruktiv ist. Diese beginnt mit einer falschen Lebenseinstellung, die zu Abtreibungen und inzwischen zu einem regelrechten Markt von menschlichen Organen geführt hat, die durch Abtreibungen gewonnen werden.

Wir Deutschen sollten uns an dieser Freude und dieser Bereitschaft zum Bekenntnis ein Beispiel nehmen.

Wie viele Fans von Ben Watson werden nun über die Abtreibung nachdenken. Wie viele werden möglicherweise eine Entscheidung revidieren?

Samstag, 6. August 2016

Irisches Verfassungsgericht: Ungeborene haben Recht auf Leben

High Court in Ireland Rules an Unborn Baby Has a Right to Life

Kommentar: 

Eine erfreuliche Nachricht: Das Verfassungsgericht Irlands erklärt, ungeborene Kinder hätten ein Recht auf Leben.

Eine Nachricht, die aber auch nachdenklich macht: Heute kann man nicht mehr unbedingt davon ausgehen, dass Gerichte gerecht urteilen. Immer mehr verfallen sie einem regelrechten „Judikativen Aktivismus“, mit welchem sie im Grund Politik betreiben.

In Deutschland ist die Lage eigentlich nicht wesentlich anders: Das Bundesverfassungsgericht hat im Urteil von 1993 zwar das Recht auf Leben der ungeborenen Kinder bestätigt, doch gleichzeitig durch die Billigung des Feigenblattes „Beratungsschein“ alle Hindernisse für die freie Abtreibung ausgeräumt.

So haben wir in Deutschland die bizarre Situation, dass Abtreibungen „rechtswidrig aber straffrei“ sind. In der Praxis und für viele Menschen ist die Abtreibung legalisiert.

Dass selbst die Justiz nicht mehr den Mut hat, ein essentielles Grundrecht zu schützen, ist ein Zeichen zivilisatorische Barbarei.

Donnerstag, 4. August 2016

H. Clinton bekommt Widerstand in eigener Partei wg. Abtreibung

LifeNews vom 1. August 2016:

Pro-Life Democrats Say They Can’t Vote for Hillary Clinton Because She’s Pro-Abortion 

Kommentar: 

Hillary Clintons Positionen Pro-Abtreibung sind dermaßen radikal,.dass sich selbst innerhalb ihrer eigenen Partei Widerstand erhebt. Demokrtane erklären, dass sie diese Frau nicht wählen können.

Für viele in Deutschland sollte das ein Beispiel sein. Aus verschiedenen Gründen:
 

1. Das Eintreten für das Recht auf Leben der ungeborenen Kinder sollte nicht davon anhängen, in welcher Partei man ist. Notfalls muss man innerhalb der eigenen Partei Widerstand leisten
2. Das Eintreten für das Recht auf Leben der ungeborenen Kinder erfordert Mut und ist selten (heutzutage) mit Erfolg gekrönt. Wer aber sich für etwas derart existentielles einsetzt, sollte nicht primär auf den möglichen Erfolg achten, sondern auf die Tatsache, dass sein Zeugnis für das Leben etwas ändern kann - und zwar zum Guten: Wir dürfen das Thema nicht den Abtreibunsaktivisten überlassen!

Zur PM von Kardinal Marx zum Mord an P. Jacques Hamel

PM von Kardinal Reinhard Marx vom 26. Juli 2016:

Kardinal Marx zum Anschlag auf die Gottesdienstgemeinde in Saint-Étienne-du-Rouvray

Kommentar:

Die PM von Kardinal Marx zum Mord von P. Jacques Hamel (Saint-Étienne-du-Rouvray)  hätte nicht schwächer ausfallen können. Er schreibt, dass der Feind "der Hass" sei, als ob es keine systematische Agression gegen das Christentum gäbe: "Hier soll Hass zwischen den Religionen geschürt werden. Dem werden wir widerstehen und uns der Atmosphäre von Hass und Gewalt nicht anschließen. Die Antwort kann nicht eine Verschärfung des Hasses und des Gegeneinanders sein, sondern nur der Versuch, die Täter zu stellen und alles zu tun, damit nicht neue Gewalt geschieht."

Wenn Kardinal Marx schon der Auffassung ist, der Hass müsse überwunden werden, dann sollte er bitteschön ein Pastoralplan zur Bekehrung der Muslime aufstellen:


Keine Integration ohne Mission – das Vorbild des hl. Franz von Assisi




Kein Protest von Feministinnen gegen Geschlechtsselektion durch Abtreibung

Netzfrauen vom 25. Juli 2016:

Geschlechtsbezogene Abtreibung in Europa und die Folgen – nicht nur in China und Indien Abtreibung von Mädchen!

Kommentar:

Heutzutage behaupten Politiker gerne, man müsse Diskriminierungen abschaffen. Doch über die wichtigste Diskriminierung, die ist überhaupt gibt, wird geschwiegen: Der Tod von unzähligen unschuldigen Menschen, bevor sie das Licht der Welt erblicken. Eine Steigerung dieser Diskriminierung ist die Geschlechtsselektion durch Abtreibung.

Eigentlich ein Thema für die Feministinnen, denn durch Geschlechtsselektion werden in manchen Teilen der Welt viel mehr Mädchen als Jungen abgetrieben. Und auch in Europa wird diese Form von Abtreibung immer mehr praktiziert! Siehe Artikel unten.


Doch Ideologie scheint bei den Abreibungsaktivisten stärker als die Realität zu sein. Die grausame Realität der Geschlechtsselektion wird ausgeblendet nach dem Motto, „Es kann nicht sein, was nicht sein darf!“

Schon mit 9 Monaten wählen Kinder Spielzeuge nach Geschlecht

AMERICAN COUNCIL ON SCIENCE AND HEALTH vom 22. Juli 2016 :

Infants Prefer Toys By Gender

Kommentar: Nun ist es wissenschaftlich erwiesen: Kinder bevorzugen Spielzeuge, die klassischerweise ihrem Geschlecht entsprechen (Buben Autos, Mädchen Puppen). Die sog. Stereotypen sind also schon sehr früh angelegt und eben nicht kulturell geprägt. Schon mit 9 Monaten! Also lange bevor sie eine eigentliche Ahnung von Geschlecht haben.

Die Studie führte die "City University of London" durch.

Hillary Clinton will steuerfinanzierte Abtreibungen

Lifesitenews vom 29. Juli 2016:

Hillary Clinton promises to enact the greatest expansion of abortion funding in history

Kommentar:

Man hält es nicht für möglich: Hilary Clinton will im Falle eines Sieges bei der Präsidentschaftswahl die GRÖSSTE AUSDEHNUNG DER STEUERFINANZIERTEN ABTREIBUNGEN IN DER GESCHICHTE beschließen. Diese Maßnahme wäre nicht nur ein Krieg gegen die ungeborenen Menschen, sondern ein radikaler Beitrag zur weiteren Polarisierung des Landes - vor allem im Hinblick auf die Figur Donald Trump.

Eine solche Ausweitung des Finanzrahmens für Organisationen wie Planned Parenthood (so was wie die US-amerikanische Pro Familia), könnte auch fatale Konsequenzen in Afrika, Lateinamerika oder Asien haben, also in Regionen, wo die US-amerikanischen Abtreibungsorganisationen tätig sind.

Planned Parenthood jubelt über Hillary Clinton

LifeNews vom 29. Juli 2016:

Planned Parenthood Says Hillary Clinton is the “Strongest” Pro-Abortion Nominee “We’ve Ever Seen”

Kommentar:

Planned Parenthood ist begeistert über Hilary Clintons Präsidentschaftskandidatur. Das sagt sehr viel über Clinton aus: Planned Parenthood ist so was wie die US-amerikanische Pro-Familia und verantwortlich für einen wichtigen Anteil der Abtreibungen in den Vereinigten Staaten. Planned Parenthood tritt ein für eine ultraliberale Abtreibungsregelung und fordert sogar ein "Recht auf Abtreibung". Ihre Aktivitäten beschränken sich nicht auf die USA, denn auch in Entwicklungsländern ist diese Organisation tätig, im Grunde um die Abtreibungsmentalität zu fördern. Clinton hat eine massive Ausweitung der Subventionen für Abtreibung versprochen. Kein Wunder, dass Planned Parenthood jubelt.

Todesfälle durch Euthanasie steigen rasant

LifeNews vom 2. August 2016: 
 
Shocking Study Finds Thousands of People Euthanized After Assisted Suicide Legalized

Kommentar:

In der öffentlichen Auseinandersetzung um das Recht auf Leben – egal ob es um Abtreibung, Euthanasie oder bioethische Fragen (Stammzellenforschung) geht – gibt es einen sehr klar zu erkennenden Roten Faden:

Jede Verletzung des Rechts auf Leben führt früher oder später zu einem Dammbruch.

Das heißt: Das Recht auf Leben lässt sich nicht „ein bisschen beschränken“. Wenn man es verletzt, sind die Kräfte, die dieses Recht komplett außer Kraft setzen wollen, zu groß und es kommt zur ganzen Katastrophe.

Nun mit der Euthanasie in den Niederlanden, wie eine neue Studie zeigt. Obwohl Euthanasie ursprünglich nur in ganz bestimmten Einzelfällen eingesetzt werden sollte, steigen seit der Einführung die Zahlen rasant (+ 77 Prozent). Dasselbe geschieht in Belgien (+ 242 Prozent). In Belgien gehen inzwischen 4,6 Prozent der Todesfälle auf Euthanasie zurück.

Ganz besonders schlimm trifft es den Menschen mit geistigen Behinderungen. Offensichtlich entwickelt sich Euthanasie zu einem Instrument der Selektion.

Mittwoch, 27. Juli 2016

Kardinal Robert Sarah fassungslos über westliche Reaktion auf Terror


Foto: François-Régis Salefran - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, Wikimedia Commons
Über Twitter kommentierte der Präfekt der Kongregation für die Gottesdienstordnung die islamistischen Attentate in Westeuropa:

„Wie viele Tote braucht es, wie viele abgeschlagene Köpfe bis die europäischen Regierenden die Lage begreifen, in der sich der Westen befindet?“

Original Französisch: „Combien de morts pour que les gouvernements européens comprennent la situation où l'Occident se trouve? Combien de têtes décapitées ? +RS“


Quelle (Twitter):


Übersetzung aus dem Französichen: Hochwürden Gero Weishaupt

Dienstag, 26. Juli 2016

Widerstand gegen Schwesigs sozialistisches Familiengeld wächst

Erfreulicherweise reagierte die Union gegen das geplante neue Familiengeld von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (wir berichteten hier). Dieses sieht eine Subventionierung der Ehepaare mit 300 Euro monatlich vor, falls sich beide Partner gemeinsam die Haushaltsarbeit teilen und dementsprechend in gleichen Teilen weniger (auf dem Arbeitsmarkt) arbeiten.

Eine solche steuerliche Maßnahme ist ein unzulässiges Eingreifen des Staates in das Familienleben. Wie die Ehepartner ihr Familienleben organisieren, ist ihre Sache. Sie sollen frei entscheiden, wieviel jeder oder jede arbeitet. Der Staat verletzt grob das Subsidiaritätsprinzip, wenn er in dieser massiven Art und Weise das Leben im ehelichen Haushalt beeinflussen will. Das Projekt Schwesigs erinnert in fataler Weise an die alten Projekte in der  untergegangenen sozialistischen Welt, die den Familien mit allen Mitteln die Kinder entreißen wollten, um sie entsprechend der sozialistischen Staatsdoktrin prägen zu können.

Deshalb ist es erfreulich, dass sich Widerstand gegen Schwesig erhoben hat.

Die CSU lehnt das Projekt komplett ab und fordert mehr finanzielle Freiheit für die Familien über den Weg von Steuererleichterungen.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion sieht in Schwesigs Papier ein vorgezogenes Wahlkampfprojekt, das nicht vom Bundesfamilienministerium hätte erarbeitet werden dürfen. Schwesigs Vorstoß ist in keiner Weise durch den Koalitionsvertrag gedeckt.

Auch die Frauenunion, eine der liberalsten Gruppen der Christdemokraten, lehnt das Projekt ab: „Was Ministerin Schwesig plant, ist ein zielloses Ausschütten von Geld“, sagte die Vorsitzende Annette Widmann-Mauz der „Rheinischen Post“. „Ich halte es zudem für problematisch, einen staatlich bestimmten Stundenumfang vorzugeben, wie viel beide Elternteile arbeiten sollen, damit sie vom Familiengeld profitieren.“

Schwesigs Papier hat praktisch keine Chancen, vom Bundestag angenommen zu werden. Möglicherweise kommt es nicht einmal zu einer Debatte.

Dennoch wird man in Alarmbereitschaft versetzt, denn Schwesigs Papier zeigt, wie stark die SPD mittlerweile gewillt ist, die Familie (und die Kinder) zu verstaatlichen.

Dienstag, 19. Juli 2016

Manuela Schwesig will Verstaatlichung der Familie

Am 18. Juli 2016 stellte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig ihr neuestes Konzept für ein Familiengeld vor, dass wie kein anderer zuvor den Anspruch besitzt, das Leben der Familien gestalten zu wollen.

Konkret wird ein Familiengeld von 300 Euro monatlich für einen Zeitraum von 24 Monaten vorgesehen, falls sich Vater und Mutter die Arbeitszeit bzw. die Familienzeit gleichmäßig (jeweils auf 80 – 90 Prozent der Vollzeit) aufteilen.

Schwesig will also im bislang ungekannten Maße auf die Lebensgestaltung der Familien Einfluss nehmen.

„Ich möchte die Väter ermutigen, sich mehr Zeit für ihre Kinder zu nehmen, und ich möchte die Mütter ermutigen, im Beruf zu bleiben“, so ein Zitat Schwesigs in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 19. Juli 2016.

Schwesig wählt ihre Worte durchaus geschickt. Welcher Vater will nicht mehr Zeit mit seiner Familie verbringen wollen.

Der Haken aber ist, dass Manuela Schwesig mit diesem Familiengeld massiv in das Leben der Familien eingreifen will und damit grob das Subsidiaritätsprinzip verletzt. Nicht mehr Vater und Mutter würden dann bestimmen, wie sie sich die Erwerbs- und die Haushaltsarbeit aufteilen, sondern der Staat.

Das steht ihm aber nicht zu. Die Rolle des Staates ist es, Bedingungen zu schaffen, damit die Familien gut leben können. Der Staat darf sich aber nicht anmaßen, das Familienleben in dieser massiven Art und Weise bestimmen zu wollen. Das Ehepaar selbst muss definieren, wie sie ihr Leben organisieren.

Darüber hinaus müsste der Staat kontrollieren, ob Vater und Mutter sich die Arbeitszeit tatsächlich gleichmäßig aufteilen, was ein klarer Eingriff in die Privatsphäre der Familie wäre.

An diesem Projekt wird deutlich, wie stark Manuela Schwesig sich am Kommunismus orientiert. Für den Kommunismus hatte die Familie keine eigentliche Existenzberechtigung. Der Staat konnte und sollte völlig bestimmen, wie die Ehepaare zu leben hatten und wie die Kinder erzogen werden sollten.

Manuela Schwesig bekennt sich zwar nicht öffentlich zum Kommunismus, doch die Skrupellosigkeit, mit der sie staatliche Instrumente verwenden will, um das Familienleben zu modellieren, ist frappierend.

Schwesigs neues Familiengeld wird nicht gedeckt mit den Zielvorgaben des Koalitionsvertrages zwischen Union und SPD und kann schon aus Haushaltsgründen nicht eingeführt werden. Das Projekt ist bestenfalls für die nächste Legislaturperiode relevant. Deshalb warf die CDU/CSU-Bundestagsfraktion der Bundesfamilienministerin vor, sie verwende ihr Ministerium um einen vorgezogenen Wahlkampf für die Bundestagswahl zu führen.

Mittwoch, 13. Juli 2016

Beflaggung - Manuela Schwesig macht sich zur LSBTIQ-Aktivistin

Obwohl die Beflaggungsvorschriften öffentlicher Gebäude es ausdrücklich verbieten, hat Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig am 12. Juli 2016 die Fahne der LSBTIQ-Bewegung – die Regenbogenfahne - vor dem Ministeriumsgebäude gehisst.

Auf diese Weise will Manuela Schwesig ihre Identifikation mit den politischen Zielen der Homo-Bewegung signalisieren.

Diese demagogische Maßnahme verstößt nicht nur gegen die Beflaggungsvorschriften des Bundes, sondern auch gegen die Grundregeln des Rechtsstaates: Es ist widersinnig, dass ein Bundesminister, also ein Mitglied der exekutiven Gewalt, so offen und dezidiert für die politischen Ansichten einer bestimmten politischen Gruppierung Stellung bezieht und dazu noch sein eigenes Ministerium verwendet, als ob es sein Privatbesitz wäre.

Der Staat ist zur Neutralität verpflichtet. Ein Kabinettsmitglied, das systematisch gegen diese Neutralität verstößt, wie es Manuela Schwesig tut, ist für das Amt nicht geeignet. Offensichtlich hat eine solche Person ihre öffentliche Funktion und die mit ihr verbundenen Verantwortungen nicht verinnerlicht.

Konkreter Anlass für die Beflaggung des Bundesfamilienministeriums mit der Regenbogenfahne ist der gerade stattfindende „Christopher Street Day“ in Berlin, eine Art Homosexuellen-Parade, anhand welcher die Homo-Lobby ihre politischen Forderungen in der Öffentlichkeit artikuliert.

Nun, solche Art Veranstaltungen finden in der Bundeshauptstadt täglich statt. Es lässt sich nicht begründen, wieso der Staat Propaganda für bestimmte Lobbygruppen unternimmt und für andere nicht.

Das ist der Grund, wieso die Beflaggungsvorschriften die Beflaggung mit nichthoheitlichen Flaggen verbietet.

Das Verhalten Manuela Schwesigs zeigt ein gestörtes Verhältnis zum freiheitlichen Rechtsstaat. Die Grundidee des Rechtsstaates ist, dass alle Menschen dieselben Rechte besitzen, auch im politischen Leben. Schwesig privilegiert aber bestimmte Gruppen und scheint gar nicht zu begreifen, dass sie damit die Neutralität des Staates verletzt und damit zur Bildung eines weltanschaulichen Staates beiträgt.


Dienstag, 12. Juli 2016

Grüne wollen Steuerbelastungen von Familien massiv erhöhen

Das neue Steuerkonzept von „Bündnis 90/Grüne“ sieht erhebliche Mehrbelastungen für Ehe und Familie vor.

Eine der wichtigsten Forderungen ist die Abschaffung des Ehegattensplittings. Durch diesen werden die Einkommen von Mann und Frau addiert und in gleichen Anteilen besteuert. Aufgrund der Steuerprogression entsteht ein Steuervorteil für das Ehepaar, falls die Einkommen der beiden unterschiedlich sind.

Der Vorteil ist am größten, wenn nur einer verdient. Dieser Zustand ist aber für die Grünen die allerschlimmste der Todsünden und muss mit allen staatlichen Mitteln bekämpft werden.

Die Grünen agitieren schon seit vielen Jahren gegen das Ehegattensplitting, weil dieser „eine gleichberechtigte Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit“ behindere.

Auch ein Familiensplitting lehnen die Grünen ab. Bestenfalls wollen sie Kinder gezielt fördern – im Grunde eine verdeckte Verstaatlichung der Kinder.

Die Grünen verheimlichen also gar nicht, dass sie via Steuerrecht das Familienleben beeinflussen wollen. Dass laut Grundgesetz (und gesunder Menschenverstand) das Ehepaar alleine entscheiden soll, wie es sein Leben organisiert, interessiert den Grünen nicht, denn sie hegen einen ideologisch motivierten Hass gegen Ehe und Familie.

Darüber hinaus wollen die Grünen die Einkommenssteuer erhöhen. Ehen würden also noch zusätzlich belastet werden.

Seit Jahren mahnt das Bundesverfassungsgericht an, die Familien müssten steuerlich entlastet werden. Auch das ist den Grünen egal. Ihr Ziel ist die finanzielle Schwächung der Familien und damit ihre höhere Abhängigkeit vom Staat. Dieser kann dann einfacher das Familienleben entsprechend seinen ideologischen Vorstellungen beeinflussen.

Auch die Erbschaftssteuer, die besonders für Familien wichtig ist, soll erhöht werden. Die Grünen halten es für ungerecht, dass Eltern ihren eigenen Kindern etwas überlassen, denn für sie gehören die Kinder dem Staat und nicht den Eltern.

Diese Steuerpläne sind ein Angriff auf die Familie und auf die Freiheit, aber auch auf die Wirtschaftskraft Deutschlands, denn sie leidet, wenn die Familien geschwächt werden.

Montag, 11. Juli 2016

Feminismus fürchtet kulturelle Hegemonie der Lebensrechtler

Marsch für das Leben in Berlin. Foto: Anette Schultner
Das Bündnis „Sexuelle Selbstbestimmung“ hat sich am Wochenende 8./9. Juli 2016 getroffen, um die Aktionen gegen den Marsch für das Leben“, welches am 17. September 2016 in Berlin stattfindet, zu planen und zu organisieren.

Damit dokumentieren die Abtreibungsaktivisten, welche Bedeutung sie dem Marsch und den deutschen Lebensrechtlern zu messen: „Die Diskussion über das Recht auf Schwangerschaftsabbruch wird seit einiger Zeit von konservativen bis rechtsradikalen Kräften besetzt.“ Bzw.: „In Deutschland ist in den letzten Jahren der Druck seitens Lobbygruppen und Parteien gestiegen, das Recht auf Schwangerschaftsabbruch einzuschränken.“

Abtreibungsaktivisten konstatieren seit Jahren eine zunehmende Hegemonie der Lebensrechtler in der Öffentlichkeit über das Thema Abtreibung und Lebensrecht in Deutschland:

•    Im Buch „§ 218 – feministische Perspektiven auf die Abtreibungsdebatten“ schildert Katja Krolzik-Mattei, wie die Abtreibungsaktivisten zunehmend in Apathie und Perspektivlosigkeit verfallen.
•    Im selben Buch wird festgestellt, dass den Lebensrechtlern die „Deutungshoheit über die Abtreibung in der öffentlichen Debatte überlassen worden ist“. Dies wirke sich inzwischen auf die Jugend aus, die sich „zunehmend an traditionellen Werten orientiert“.
•    Im Buch „Deutschland treibt sich ab“ beklagt die Abtreibungslobby, dass SOS LEBEN besonders aktiv ist: „Besonders aktiv auf dem Feld ist die Aktion SOS LEBEN der DVCK, […] Die DVCK ist auch auf europäischer Ebene aktiv.“
•    Kirsten Achtelik, eine ultralinke Journalistin, schreibt im Buch „Selbstbestimmte Norm“: „Die Abtreibungsgegner*innen sind keine marginale Gruppe. Sie verfügen über eigene Medien und Verlage, betreiben Lobbyarbeit …“

Für manche mag das erstaunlich klingen, ist es aber nicht: Seit etlichen Jahren ist die Präsenz der Lebensrechtler in der öffentlichen Debatte rund um das Thema Abtreibung und Lebensrecht stärker als die der Abtreibungsaktivisten.

Diese Debatte besitzt heute sicherlich nicht die Intensität früherer Zeiten wie etwa Anfang der 1990, als der Paragraph 218 im Zuge der Wiedervereinigung neu im Bundestag verhandelt werden musste. Doch sie findet in ruhigerer Form statt und in diesem Szenario gelingt es den Lebensrechtlern besser ihre Anhänger zu mobilisieren.

Die Tatsache, dass die Lebensrechtler die Hegemonie in der Debatte um das Lebensrecht haben, wird von Abtreibungsaktivisten als äußerst bedrohlich empfunden: „Es ist deshalb an der Zeit, diesen reaktionären Kräften entgegenzutreten und ihren zunehmenden politischen und gesellschaftlichen Einfluss zu stoppen“ erklärt das Bündnis „sexuelle Selbstbestimmung“ in ihrer jüngsten Resolution.

Entsprechend des Konzepts der marxistischen Kulturrevolution des Theoretikers Antonio Gramsci, ist es wichtiger, die kulturelle Hegemonie zu gewinnen, als ein parlamentarischer Kampf. Denn die Politik und damit die Gesetze sind Folge der kulturellen Änderungen, so Gramscis Konzept. Sollten also die Lebensrechtler zunehmend und langfristig das Thema in der öffentlichen Diskussion bestimmen, so wird die Gesetzgebung früher oder später restriktiver werden so die Befürchtung der Abtreibungslobby.

Um ihre Basis zu mobilisieren bzw. zu erweitern, wollen die Abtreibungsaktivisten nun versuchen, die Streichung des § 218 StGB zu erreichen. Das Unterfangen dürfte aufgrund der recht deutlichen Urteile des Bundesverfassungsgerichts nahezu unmöglich sein. Dennoch rechnen sie wohl, dadurch wieder eigene Impulse der Debatte über das Lebensrecht zu geben.

Gegenwärtig treten Abtreibungsaktivisten nur dann in Erscheinung, wenn sie Demonstrationen der Lebensrechtler stören oder gar blockieren wollen.

Am 17. September 2016 werden sich die linken Chaoten aber wohl aufteilen müssen, denn auch gegen TTIP und CETA wird zu Großdemonstrationen in sieben deutschen Städten aufgerufen.


Donnerstag, 30. Juni 2016

Grotesk - CSD-Gottesdienst in Liebfrauenkirche Frankfurt a.M.

Die Liebfrauenkirche ist die meist besuchte katholische Kirche in Frankfurt am Main. Dort ist auch die Volksfrömmigkeit noch am lebendigsten. Beim sogenannten „Christopher Street Day“ – eine Art Homosexuellen-Parade – werden politische Forderungen gestellt, die der katholischen Lehre völlig konträr sind, wie etwa die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare oder eine moraltheologische Neubewertung von Homosexualität. Dass ein solches „pseudo-CSD-Gottesdienst in der Liebfrauenkirche stattfinden darf, ist ein Skandal und ein Affront gegen die Gläubigen. Ein weiteres Beispiel für die Dekadenz der katholischen Kirche in Deutschland.

Mittwoch, 22. Juni 2016

Marxistische Wurzeln der Gender-Ideologie

Karl Marx 1867. Foto von Friedrik Karl Wunder. Gemeinfrei Wikimedia Commons
Bekanntlich behauptet die Gender-Theorie, dass die menschliche Geschlechtlichkeit weitgehend kulturell bestimmt ist. Die Gender-Ideologen akzeptieren zwar, dass es biologische Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt. Doch wie sich diese biologischen Unterschiede entfalten, welche reale Form sie annehmen, ist rein kulturell – und für die Gender-Ideologen damit willkürlich bestimmt.

Für die Gender-Ideologen entsteht aber die Kultur nicht irgendwie spontan, sondern sie ist Ausdruck bzw. konstituierendes Element einer bestimmten Herrschaftsform. Diese wird aber als willkürlich oder gar despotisch angesehen und deshalb muss sie überwunden werden.

Die marxistischen Wurzeln von Gender sind somit evident: Der Mensch besitzt im Grunde gar keine individuelle Identität, sondern ist ganz und gar gesellschaftlich bestimmt. Der Mensch ist im Wesentlichen Produkt seiner konkreten sozialen Umgebung. Heute wäre das die „kapitalistische Herrschaftsform“. Diese müsse überwunden werden, um eine ideale Gesellschaft aufbauen zu können, so der marxistische Schlachtruf.

In dieser Lesart ist Gender ein Subprodukt von Antonio Gramscis Auffassung einer marxistischen Kulturrevolution.

Erstaunlicherweise ist in Deutschland „Gender“ in gewissen katholischen Milieus durchaus populär. Dass sich „Gender“ aus übelsten Ideologien speist, spielt für manche offenbar keine Rolle.

Die Männerseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlichte beispielsweise ein Faltblatt mit dem Namen „Gender sensibel“ – eine Art soft-Version von „Gender“. Der „Katholische Deutsche Frauenbund“ hat die Broschüre „Gender, Gender Mainstreaming und Frauenverbandsarbeit“ herausgegeben. Caritas, BDKJ etc. haben ähnliche Publikationen und wohlwollende Stellungnahmen zu Gender verbreitet.

Der deutsche Katholizismus steht in dieser Hinsicht ziemlich alleine da, denn neben den letzten Päpsten haben die Bischofskonferenzen von Portugal, Spanien, Polen, der Slowakei, von Norditalien und von Sri Lanka, sowie der Bischof von Chur, Vitus Huonder, scharf die Gender-Ideologie in Hirtenbriefen verurteilt.

Dabei gab es eine deutsche Stimme, die schon seit langem vor der Bestrebung warnt, die wahre menschliche Identität zu missachten und den Menschen in marxistischer Manier zu einem gesellschaftlichen Produkt zu reduzieren.

So schreibt Kardinal Joseph Ratzinger in der Instruktion Libertatis Nuntius (1984), in der er die Irrtümer der Befreiungstheologie erläutert: Wir rufen in Erinnerung, daß der Atheismus und die Negation der menschlichen Person, ihrer Freiheit und ihrer Rechte, sich im Zentrum der marxistischen Konzeption befinden. Diese enthalten auch die Irrtümer, die die Wahrheiten des Glaubens über die ewige Bestimmung der Person direkt bedrohen. Mehr noch, wer eine solche Analyse in die Theologie integrieren will, bei der die Kriterien der Interpretation von dieser atheistischen Konzeption abhängen, verstrickt sich in schlimme Widersprüche. Das Verkennen der geistigen Natur der Person führt dazu, diese völlig dem Kollektiv unterzuordnen und ebenso die Prinzipien eines sozialen und politischen Lebens zu leugnen, die mit der Menschenwürde übereinstimmen.“

Gender übernimmt dieses Grundprinzip aus der Befreiungstheologie und dem klassischen Marxismus. Das Arbeitsfeld von Gender ist aber nicht die Ökonomie, sondern die Geschlechtlichkeit. Das ist aber noch viel schlimmer, denn die Geschlechtlichkeit ist viel wichtiger für die Bestimmung der Identität und der Persönlichkeit eines Menschen, als seine Stellung im ökonomischen Produktionsprozess.

In "Salz der Erde", erschienen 1996, schreibt Kardinal Ratzinger zu den radikalsten Ausprägungen des Feminismus, die schon starke Ähnlichkeit mit der Gender-Ideologie besitzen: „Dabei ist nicht bloß an die Befreiung von Rollenzwängen gedacht, sondern letztlich wird eine Befreiung von der biologischen Bedingtheit des Menschen anvisiert. Man unterscheidet nun das biologische Phänomen Sexualität von dessen historischen Ausformungen, die man „gender“ nennt. … Es darf gar keine Aussage der >Natur< mehr geben; der Mensch soll sich beliebig modellieren können.

Es ist verblüffend, wie früh Kardinal Ratzinger die tiefe Bosheit von „Gender“ erkannt hat, nämlich zu einem Zeitpunkt, als der Begriff lediglich in manchen Vorlesungssälen weniger Universitäten bekannt war.

Verblüffend ist aber auch, wie ungehindert „Gender“ trotzdem Eingang in manche katholische Milieus Deutschlands finden konnte.

Dienstag, 21. Juni 2016

Väter in Abtreibungsproblematik einbeziehen

In der öffentlichen Diskussion werden ungewollte Schwangerschaften und die Abtreibungsproblematik als Themen behandelt, die ausschließlich Mütter betreffen. Die Realität sieht aber ganz anders aus, so ein Spezialist für Epidemiologie Elard Koch PhD vom „Melisa Institute“: Zu den meisten Abtreibungen kommt es aufgrund von Druck seitens Dritter. Sein Beitrag erschien in der chilenischen Zeitung „El Mercurio“ am 19. Juni 2016.

In den Vereinigten Staaten gaben 64 Prozent der Frauen an, man hätte sie zu einer Abtreibung gedrängt.

In Chile, – Land, in welchem zurzeit eine Liberalisierung der Abtreibung im Parlament debattiert wird – gaben 44 Prozent der Frauen an, man hätte Druck auf sie ausgeübt. In über 50 Prozent der Fälle sei es der Vater gewesen.

Studien zeigen, dass die mangelnde Unterstützung seitens des Vaters ein entscheidender Grund für eine Abtreibung ist (Journal of Mental Health & Addiction 2009).

Das „Melisa Institute“ fand heraus, dass in 18 Prozent der Fällen von schwanger gewordenen Jugendlichen die schiere Angst vor einer negativen Reaktion des Vaters zu einer Abtreibung führt.

Es überrascht kaum, dass die fehlende Unterstützung oder gar das Verschwinden des Vaters die Entscheidung für eine Abtreibung begünstigt. In 21 Prozent der Abtreibungen in Chile war der Druck des Vaters entscheidend.

Nicht minder wichtig sind die psychologischen Folgen für die Väter: Während das „Post Abortion Syndrom (PAS)“ bei Frauen schon recht umfassend erforscht wurde und die Literatur dazu umfangreich ist, wissen wenige, dass auch Väter unter ähnlichen psychologischen Belastungen leiden. Dieser Sachverhalt sollte in der öffentlichen Diskussion eine größere Rolle spielen.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Sind konservative Katholiken per se Fundamentalisten und rechts?

Hl. Bonifatius fällt Donareiche Foto: Bernhard Rode - Eigene Fotografie, Gemeinfrei, Wikimedia Commons
In regelmäßigen Zyklen entflammt die öffentliche Debatte rund um das Thema „Fundamentalismus“. Abwechselnd geht es um politischen oder um religiösen Fundamentalismus.

Seit etwa zwei Jahren wird jedoch der Versuch unternommen, beide Ausprägungen des vermeintlichen Fundamentalismus in einen Topf zu werfen.

In diesem Kontext ist der fragwürdige Begriff „Rechtskatholizismus“ entstanden. Abgesehen davon, dass der Begriff in der Geistesgeschichte nicht existiert, ist unklar, was damit gemeint sein könnte. Den Versuch einer Deutung habe ich im Artikel "Neue Kreation von Antifa & Co.: Rechtskatholikenunternommen.

Generell wird in der öffentlichen Debatte das Wort „Fundamentalismus“ als Totschlagkeule verwendet. Das Ziel ist es, vermeintliche „Fundamentalisten“ ins gesellschaftliche Aus zu schicken. Kurz: Der Begriff „Fundamentalismus“ ist in der Regel ein Instrument einer radikalen Strategie der Ausgrenzung.

Kürzlich wurde auf „Deutschlandradio Kultur“ eine Reportage mit dem Titel „Auseinandersetzung mit Fundamentalisten - Was, wenn nicht reden?“ ausgestrahlt.

Auch in dieser Sendung wurden religiöse und politische „Fundamentalisten“ in einen Topf geworfen. Gemeinsamer Nenner aller Fundamentalisten soll eine bestimmte „fundamentalistische“ Weltanschauung sein. Nun, woraus besteht sie? Gehören die sogenannten „Rechtskatholiken“, auf die ich mich hier beschränken werde (in der Sendung ging es auch um islamischen, evangelikalen und politischen Fundamentalismus) dazu?

Der Einfachheit halber werde ich hier den angeblich existierenden Rechtskatholizismus mit dem konservativen Katholizismus mehr oder weniger gleichsetzen, obwohl diejenigen, die den Begriff „Rechtskatholizismus“ verwenden, durchaus manche Unterscheidungen vornehmen.

In der Sendung wurden Fundamentalisten folgendermaßen beschrieben: „Das Prinzip ist immer das gleiche: Zuerst wird Panik geschürt und eine Diagnose gestellt, die da lautet: Die Welt ist schlecht. Eine Diagnose, die nie so völlig falsch ist, aber eben auch nicht richtig. Auf die Diagnose folgt die Verheißung: Wenn wir die Welt wieder in Gut und Schlecht aufteilen und uns das Schlechte vom Hals halten, dann wird alles gut, für uns. Das Schlechte kommt nämlich immer von den anderen.“

Gilt diese Analyse für die vermeintlichen „Rechtskatholiken“?

Zum Teil schon, denn die katholische Kirche lehrt tatsächlich, dass der Mensch mit der Erbsünde auf die Welt kommt und damit verbunden mit einem Hang, Böses zu wollen. Diese Neigung bleibt lebenslänglich und die Welt wird bis zum letzten Tag ein Ort sein, in welchem die Sünde existiert. Doch aufgrund des Erlösungswerkes Jesu Christi wird das übernatürliche Leben im Menschen wieder hergestellt, sofern er das auch will und die (schwere) Sünde vermeidet (der Hang zur Sünde wird dadurch aber nicht beendet).

Dass die Welt in Gut und Böse aufgeteilt werden kann, stimmt durchaus. Diese Auffassung geht auf den Kirchenlehrer Augustinus und seine Lehre der zwei Städte zurück. Diese erläutert Augustinus in „De civitate Dei“ (lat. „Vom Gottesstaat“). Die katholische Sicht der Welt ist also durchaus bipolar. Heute wird diese Sicht der Dinge oft als „fundamentalistisch“ bezeichnet.

Dass das Schlechte immer von den anderen kommt, ist nicht Ansicht der Katholiken. Das Böse kommt von einem selber (aufgrund der eigenen Neigung zum Bösen), von der Welt (und ihren Verführungen) und vom Teufel. Dies bezeugt die Heilige Schrift und das ist die sogenannte dreifache Konkupiszenz, Grundlage der katholischen Askese.

Ein weiteres Merkmal eines Fundamentalisten laut der Sendung im Deutschlandradio:Ein Fundamentalist ist ein Mensch, der ein geschlossenes Weltbild hat und andere Sichtweisen und Anschauungen nicht mehr zulässt."

Für Katholiken gilt das sehr wohl. Heilige Schrift und Lehramt liefern dem Gläubigen tatsächlich ein geschlossenes Bild über sich, über die Welt und über Gott. Insofern sind Katholiken nach moderner Auffassung durchaus „Fundamentalisten“, allerdings nicht nur die Rechtskatholiken oder die konservativen Katholiken, sondern alle, die mit Überzeugung das Glaubensbekenntnis beten.

Für die Juristin Liane Bednarz besitzen Fundamentalisten auch folgende Eigenschaft: „Ein Fundamentalist ist jemand, der das EIGENE Weltbild zum Maßstab für alle erklärt, der also davon überzeugt ist, dass das, woran er glaubt, sei es politisch oder religiös, die Wahrheit und damit die einzige Wahrheit ist und der somit ein fundamentales Problem mit anderen Ansichten hat.“

Konservative Katholiken wären entsprechend dieser Beschreibung eindeutig keine Fundamentalisten, denn sie besitzen kein EIGENES Weltbild, sondern das Weltbild der katholischen Kirche. Wie schon erläutert, ist dieses durch Heilige Schrift und kirchliches Lehramt gebildet. Das Kennzeichen von Katholiken ist geradezu, dass sie sich dem Urteil der Kirche freiwillig anschließen.  

Die von Frau Bednarz entworfene Definition gilt eher für progressistische Katholiken, die oft eine Abneigung gegen das Lehramt haben und seine Autorität nicht akzeptieren. Progressisten entwickeln dadurch rasch ein EIGENES Weltbild und versuchen, dieses der Allgemeinheit aufzuoktroyieren.

Frau Bednarz präzisiert: „Man erkennt einen Fundamentalisten daran, dass er sich sehr stark für die eigene Wahrheit auch öffentlich sich ins Zeug legt, sehr dazu neigt, andere Ansichten abzuwerten.“

Diese Haltung ist – was die Katholiken anbelangt – typisch für die Progressisten und die Linkskatholiken. Konservative Katholiken verlassen sich auf den Papst, der Glaubenskongregation, glaubenstreue Theologen etc.

In der öffentlichen Debatte wird oft suggeriert, konservative Katholiken oder „Rechtskatholiken“ seien quasi automatisch Anhänger der Partei „Alternative für Deutschland“. Insbesondere Frau Liane Bednarz vertritt diese These.

Diese These ist strikt abzulehnen. Für den Katholik ist der Aufenthalt auf dieser Welt nichts anderes als eine Vorbereitung für das Leben nach dem Tod. Entsprechend dem Gebot der Nächstenliebe soll er dahin wirken, dass die Erlangung des ewigen Heils für sich selbst, aber auch für die anderen, möglichst einfach wird. Jedoch darf der Katholik nicht vergessen, dass er stets ein Pilger in einer vergänglichen Welt bleibt und sein Ziel weit über die Dinge dieser Welt hinausragt. Es lassen sich vielleicht Situationen ausdenken, in denen ein Katholik quasi verpflichtet ist, eine bestimmte Partei zu unterstützen. Doch das wird nur sehr selten möglich sein können. In der Regel – und vor allem heute – wird ein Katholik am besten überparteilich sein.

Dienstag, 14. Juni 2016

Ist das Zentralkomitee der deutschen Katholiken populistisch?

Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit wird eine intensive Debatte um einen neu aufkeimenden Populismus geführt.

In Ländern, die mit einem schwierigen wirtschaftlichen Kontext zu kämpfen haben, wie etwa Italien (MoVimento 5 Stelle), Griechenland (SYRIZA) oder Spanien (Unidos Podemos) verbuchen neue Parteien mit einem markanten linken Profil, was Wirtschafts- und Sozialpolitik betrifft, große Erfolge. Im Allgemeinen werden die neu entstandenen Parteien dieser Länder als „populistisch“ bezeichnet.

Es gibt aber eine Reihe von Nationen, in denen populistische Regierungen an die Macht gekommen sind, ohne dass eine wirtschaftliche Krise vorlag: Brasilien (Arbeiterpartei von Dilma Roussef), Chile (das Koalitionsbündnis der Sozialistin Michelle Bachelet), Argentinien (die gerade abgewählten Peronisten, die die parteipolitische Basis des Kirchner-Ehepaars bildeten). Diese Parteien bzw. Koalitionen werden allesamt von Politologen als „populistisch“ bezeichnet.

Als Prototyp der „Populismus“ gilt der Chavismo Venezuelas, der dank des lukrativen Ölexports jahrelang den Konsum breiter Volksmassen staatlich subventionieren konnte. Aufgrund des Verfalls des Ölpreises befindet sich heute das Land an der Karibik in einer tiefen wirtschaftlichen, sozialen und psychologischen Krise. Venezuela gilt inzwischen als abschreckendes Beispiel: Ein reiches Land, das vom Linkspopulismus völlig zunichte gemacht worden ist.

Nun stellt sich die Frage, was Populismus überhaupt ist.

Für den venezolanischen Polit-Analysten und ehemaligen Direktor der Weltbank, Moisés Naím, ist Populismus eine Grundhaltung von Politikern, aufgrund derer sie den Wählern nach den Mund reden, unabhängig davon, wie vernünftig dieses Gerede sein mag und wie praktikabel deren Vorschläge sein mögen.

Für den chilenischen Philosophen und aktuell im spanischen Sprachraum sehr erfolgreichen Buchautor Axel Kaiser (letztes Buchtitel: Die Populistische Täuschung) besteht der Populismus ist einer systematischen Infragestellung des Status Quo, dem man alle Übel der Welt zuschiebt. Die schlichte Lösung besteht also in der Überwindung des Status Quos, des verhassten „Systems“ und der Personen und Institutionen, die dieses System aufrechterhalten. [Kaiser erläutert, dass er diesen Populismusbegriff vom chilenisch-schwedischen Wirtschaftshistorikers Mauricio Rojas übernommen hat. Sowohl Kaiser wie Rojas sind dem Liberalismus zuzuordnen.]

Verbindet man die Definitionen von Kaiser und von Naím, besitzt man ein präzises Analyseinstrument, um festzustellen, ob eine Person oder eine Institution „populistisch“ ist oder nicht.

Wendet man dieses Instrumentarium auf das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), so wird deren populistische Grundhaltung auf den ersten Blick evident:

Das ZdK kennzeichnet sich geradezu dadurch, das System „katholische Kirche“, das in den letzten 2000 Jahren entstanden ist, abzulehnen. Das ZdK bzw. die ZdK-Katholiken verspüren geradezu ein systematisches Misstrauen gegen „Rom“, gegen die „Kurie“, gegen das Lehramt und gegen jegliche Manifestation von Autorität, die aus Rom kommt. Das Konzil von Trient mit der Bestätigung der Naturrechtslehre wird quasi als Erbsünde der Papstkirche angesehen.

Die Hauptaufgabe der Schar von staatlich finanzierten Theologen, die dem ZdK-Katholizismus zu Diensten stehen, besteht vorwiegend daraus, die Dokumente aus Rom, die ihnen nicht in den Kragen passen, in Frage zu stellen und zu relativieren. Darüber hinaus entwickeln diese hochsubventionierten Theologen eine neuartige Doktrin, um das „System zentralistische römisch-katholische Kirche“ zu überwinden.

Im Vorfeld der Familiensynode haben sie versucht, eine völlig neue Sexualmoral zu entwickeln, die de facto die Abschaffung der katholischen Sexualmoral anstrebte: Segnungen von alternativen Partnerschaftsformen, Zulassung von Verhütungsmitteln, moralische Unbedenklichkeit von außerehelichen Sexualbeziehungen, Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion etc.

Doch nicht nur das. Das ZdK hegt ein tiefes Misstrauen gegen die kirchliche Hierarchie bzw. gegen die Autorität des Klerikerstandes. Am liebsten würde das ZdK die Kirche durch und durch demokratisieren. Der Klerus wäre dann lediglich eine unter vielen anderen Funktionen in einer solchen Kirche.

Den Populismus des ZdK wird an der Themenwahl besonders evident.

Wenn „Gender“ sich zu einem Lieblingsthema der Linken mausert, kann man sicher sein, dass bald ein ZdK-Katholik eine pseudo-katholische Version von Gender entwickelt wird.

Wenn nun wieder das Frauendiakonat zur Diskussion steht, gibt das ZfK dem Thema gleich einen feministischen Anstrich und macht daraus ein Thema des Klassenkampfes zwischen Mann und Frau mit dem Fernziel, die Frauenordination durchzusetzen.

Wenn das Modethema Abtreibung lautet, so ist das ZdK an vorderster Stelle dabei, wenn es darum geht, Beratungsscheine, die eine straffreie Abtreibung erlauben, auszustellen.

Und wie groß ist das Gejammer des ZdKs, wenn die Laienpredigt verboten wird oder in einem Dokument wie „Dominus Iesus“ vom Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, auf die Einzigartigkeit der katholischen Kirche hingewiesen wird.

Doch zum Leidwesen des ZdKs gehört, dass sie dasselbe Schicksal erleiden wie viele andere Populisten auch: Langfristig binden sie keine Anhänger an sich. Scharenweise laufen sie ihnen weg. Das Werk des ZdKs bzw. der ZdK-Katholiken hinterlässt eine Wüstenlandschaft.

Das ZdK ist im schlimmsten Sinne des Wortes populistisch, weil es nicht die Lehre der Kirche zum Maßstab nimmt, sondern die flüchtigen Meinungen des Zeitgeistes. Was in der säkularen Welt schon bedenklich genug ist, wirkt sich in der Kirche katastrophal aus. Die Aufgabe der Kirche als der Hüterin der Wahrheit ist es nämlich, den Menschen die Wahrheit des Glaubens nahezubringen. Eine umgekehrte Richtung gibt es nicht.