Donnerstag, 30. März 2017

Gender und Ideologie der „sexuellen Vielfalt“ sind mit Religionsfreiheit inkompatibel

R2R erhebt Gender zur totalen Staatsdoktrin. Foto: Zairon, Wikimedia Commons, gemeinfrei Lizenz CCO 1.0
Eigentlich wundert man sich, dass ein solcher Fall nicht schon viel früher aufkam: In Berlin haben muslimische Eltern gegen einen homosexuellen Erzieher in einer Kita protestiert und organisierten eine Unterschriftensammlung. Schließlich verzichtete der Homosexuelle auf seine Tätigkeit als Erzieher, blieb aber in der Verwaltung, was den muslimischen Eltern auch nicht behagte.

Die Politiker der rot-rot-grün regierten Stadt zeigen sich empört: „Wir dulden keine Diskriminierung. Wir möchten den Anteil der männlichen Erzieher in den Kitas erhöhen, da diese ein wichtiges Rollenvorbild für die Kinder sind“, sagte Sandra Scheeres (SPD), Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, dem Tagesspiegel.“

Über so viel Empörung kann man nur lachen. Ist den rot-rot-grünen Politikern Berlins erst jetzt aufgefallen, dass die Muslime Homosexualität absolut ablehnen? In etlichen islamischen Ländern steht Homosexualität sogar unter Todesstrafe.

Auf die ideologischen Scheuklappen des linken Milieus hinsichtlich Homosexualität und Islam hat mehrmals der homosexuelle Publizist David Berger hingewiesen. Seit langem merkt er an, dass linke Politiker den Islam hofieren aber nicht zur Kenntnis nehmen wollen, in welchem Maße Homosexuelle strafrechtlich verfolgt werden.

Nun haben sich die rot-rot-grünen Weltverbesserer just die Kitas ausgesucht, um die Muslime zu „erziehen“.

Melanie Kühnemann, SPD-Sprecherin für „Jugend, Familie und Queerpolitik“ gegenüber dem Berliner „Tagesspiegel“: „Muslimische Eltern haben zu akzeptieren, dass es auch andere sexuelle Orientierungen gibt.

Spätestens hier wird klar: Die linken Politiker halten sich offenbar als besonders liberal, was Sexualität betrifft, doch in Wahrheit führen sie einen ideologischen Feldzug, um die Ideologie der „Sexuellen Vielfalt“ und „Gender“ den Menschen aufzuoktroyieren. Implizit gibt sie im Zitat zu, dass die Religionsfreiheit – die in Deutschland immerhin Verfassungsrang besitzt – dem im Wege steht.

Im Klartext: Gender und die Ideologie der „sexuellen Vielfalt“ sind mit Religionsfreiheit inkompatibel.

Der Konflikt in Berlin wurde von muslimischen Eltern entfacht, er hätte aber auch aus einer anderen Konfession kommen können.

Praktisch alle Religionen halten sich – was die menschliche Sexualität anbelangt – an die Naturrechtslehre. Diese besagt, dass das Geschlecht von der Natur, also von der Biologie bestimmt ist.

„Gender“ und die Ideologie der „sexuellen Vielfalt“ behaupten stattdessen, dass sich der Mensch selbst seine eigene „sexuelle Orientierung“ gibt. Nicht die Natur und die Biologie sind entscheidend, sondern der eigene Wille.

Dass diese beiden Ansichten inkompatibel sind, liegt auf der Hand.

Besonders heikel wird es, wenn die Genderisten ihre Ideologie durchsetzen wollen: Weil „Gender“ und die Ideologie der „sexuellen Vielfalt“ der Natur widersprechen und damit unvernünftig sind, kann sie gar nicht mit Argumenten verteidigt werden. Deshalb fordern die Genderisten in der Regel einen blinden Glauben an ihren Phantasie-Credo. Wer widerspricht, wird mit wüsten Beschimpfungen angegriffen.

Insofern ist Gender nichts anderes als blanker Fanatismus.

Auf den despotischen Charakter des Genderismus weisen schon seit Langem katholische Amtsträger hin. Für den neuen Erzbischof von Krakau (Polen), Marek Jedrasewski, ist Gender gefährlicher als Marxismus und Kommunismus. Kürzlich sprach Kardinal Paul Josef Cordes über die „schlimmen Folgen dieser Ideologie“. Für Papst Franziskus ist Gender nichts Geringeres als ein Krieg gegen die Familie.

Der Fall Berlins zeigt, dass diese Aussagen keineswegs übertrieben sind: Sollte der Staat seine Macht dazu verwenden, „Gender“ und die Ideologie der „sexuellen Vielfalt“ brachial durchsetzen zu wollen, muss es zu einem Kulturkampf kommen, falls die Gläubigen ihren Glauben nicht verleugnen wollen.


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Mittwoch, 29. März 2017

Martin Schulz´ Forderung nach einer „Ehe für Alle“ ist Populismus pur

Martin Schulz. Foto: Sabine Engels (Pressefoto martinschulz.eu)
Am heutigen Mittwoch will Martin Schulz, SPD-Kanzlerkandidat, bei der Koalitionsrunde der Bundesregierung die Forderung einbringen, das Ehegesetz gleichgeschlechtlichen Paaren zu öffnen.

Die sog. „Ehe für alle“ wurde schon in den Koalitionsgesprächen auch der Bundestagswahl 2013 besprochen. Damals hat sich die Union durchgesetzt, so dass der Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD eine solche Öffnung des Ehegesetzes nicht vorsieht.

Martin Schulz und seiner SPD ist das wohl egal. Sie befinden sich im Wahlkampfmodus und denken nur noch an den 24. September 2017. Dass die Union und SPD bis dahin Deutschland noch regieren müssen, ist wohl zweitrangig.

Erfreulicherweise hat sich die CDU in den letzten Wochen recht klar positioniert. Selbst Vertreter des linken Flügels, wie etwa Armin Latschet (NRW), sind gegen die „Ehe für Alle“. Ebenfalls ist Annegret Kramp-Karrenbauer, die Siegerin der Landtagswahl im Saarland, auch entschiedene Gegnerin der Ehe für Homosexuelle.

Allerdings gibt es auch innerhalb der CDU manche, die mit einer Öffnung des Ehegesetzes sympathisieren. Es ist zu hoffen, dass zumindest in diesem Punkt die Christdemokraten nicht wanken.

Schulz´ Forderung ist aber nicht bloß Stimmungsmache für den Wahlkampf, sondern ein Akt von Willkür und von Populismus unterster Schublade.

Ehe und Familie existieren vor dem Staat. Ihre Natur (Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau) haben sie also nicht von Staat erhalten. Ehe und Familie sind sogar die Keimzelle des Staates. Es bedeutet, dass der Staat aus einer Verbindung von Familien entstammt. Eine Zusammensetzung von Familien bildet ein Volk und damit ein kollektives Wesen mit öffentlichen Interessen und Aufgaben. Der Staat ist das Organ, das sich um diese Interessen und Aufgaben kümmern soll.

Die Forderung nach einer „Ehe für alle“ impliziert die Vorstellung, der Staat dürfe nach Gutdünken definieren, was eine Ehe und was eine Familie ist. Dies wäre aber blanke Willkür und im Grunde ein despotischer Akt. Der Staat würde sich anmaßen, eine Institution, die unabhängig von ihm existiert, umzudeuten.

Als die „Ehe für Alle“ in Frankreich diskutiert wurde, merkte der Philosoph Thibaud Collin gegenüber einer Anhörung des französischen Senats richtig an, dass selbst die Französische Revolution – mit all ihrem Hass gegen Kirche und Christentum – die Nachkommenschaft als bestimmendes Prinzip der Ehe nicht aufgehoben hat, als die zivile Ehe im Jahr 1792 eingeführt wurde. Collin sprach sich gegen die Öffnung des Ehegesetzes für gleichgeschlechtliche Paare aus und argumentierte, die Französische Revolution hätte die Zivilehe eingeführt und die kirchliche Ehe ersetzen wollen, weil sie der Auffassung war, die Grundlage der Ehe sei die menschliche Natur und eben nicht eine übernatürlich begründete Institution.

Die „Ehe für alle“ ersetzt nun die menschliche Natur durch die Willkür derjenigen, die momentan an der Macht sind, und dies widerspricht wiederum den Prinzipien der Französischen Revolution, die sich theoretisch der Vernunft verpflichtet fühlte.

Die Öffnung des Ehegesetzes für Paare von Homosexuellen wäre natürlich ein besonders radikaler Eingriff, denn er würde schlichtweg die Ehe entkernen bzw. von ihrem eigentlichen Wesen völlig entfremden.

Diese Tatsache ist dermaßen offensichtlich (oder sollte für einen ehemaligen Präsidenten des EU-Parlamentes sein), dass Martin Schulz die „Ehe für Alle“ nur deshalb anstrebt, weil er der Auffassung ist, das Projekt würde ihm Wahlstimmen bringen.

Umgekehrt gesehen: Wäre die Einschätzung, die „Ehe für alle“ koste der SPD bei der Bundestagswahl Stimmen, dann würde Martin Schulz wohl kaum dieses Projekt verfolgen.

Wer aber grundsätzliche Prinzipien über Bord wirft und Willkür als Maß staatlichen Handelns anwendet, ist ein Populist der schlimmsten Sorte, weil er die Grundlagen des Rechtsstaates demoliert.


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Dienstag, 28. März 2017

Wahlanalyse Saarland: CDU-Sympathie für Gender ist ein Spiel mit dem Feuer

Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Foto: CDU-Saar
Die evangelische Nachrichtenagentur IDEA hat das Wahlverhalten der Christen im Saarland bei der Landtagswahl am vergangenen Sonntag analysiert und stellt fest:

„Die Sozialdemokraten lagen bei den Protestanten an der Saar mit 36 Prozent zwar knapp vor der CDU (35 Prozent), verloren aber deutlich im Vergleich zur Landtagswahl 2012: Damals hatten sie in dieser Gruppe noch 41 Prozent der Stimmen geholt (CDU: 25 Prozent). … [Bei den Katholiken] erzielte die CDU 47 Prozent (2012: 41 Prozent), die SPD nur 28 Prozent (wie 2012).“

Diese Zahlen zeigen, dass die christliche Wählerschaft nach wie vor die Christdemokraten favorisiert. Sie zeigen aber auch, dass trotz Säkularisierung und Krise der Volkskirchen die religiöse Sozialisierung immer noch für das Wahlverhalten wichtig ist.

Welche Schlüsse sollten daraus für den Kampf gegen Gender-Indoktrination, Frühsexualisierung etc. gezogen werden?

Mancher könnte nun behaupten, die in den letzten Monaten seitens der CDU gezeigte Sympathie für Gender oder gar das Gender-Lehrprogramm für die Schulen Hessens hätten die christlichen Wähler nicht verprellt.

Doch dies wäre ein Trugschluss.

Die Mehrheit hält „Gender in den Schulen“ für ein Thema der Grünen bzw. der LSBTIQ-Aktivisten. Diese sind es auch, die meistens das Thema in die politische Debatte bringen und in der Öffentlichkeit als Lobbyisten dieser irrsinnigen Doktrin auftreten.

Die Strategie der CDU in den letzten 12 Monaten hinsichtlich der Schullehrpläne ist leicht durchschaubar: Sie stimmte in diversen Bundesländern den Gender-Lehrplänen zu, um sich bei den Grünen anzubiedern und sich die Möglichkeit offen zu halten, eine schwarz-grüne Koalition auf Bundesebene schließen zu können.
Währenddessen unternimmt die CDU alles erdenkliche, damit ihre Wähler gar nicht erfahren, dass sie den Gender-Lehrprogrammen in Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt etc. zugestimmt hat. 

Das ist nicht nur Einlullung der Wähler, sondern auch ein höchst gefährliches Spiel. Würde die Parteibasis nämlich erfahren, was manche Parteiführer – wie etwa CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz - beschließen, würde eine heftige innerparteiliche Debatte entstehen, die die Parteispitze zum Einlenken zwingen würde.

Zudem wissen viele immer noch nicht, was Gender ist und mit welcher Hartnäckigkeit diese Ideologie in den Schulen eingeführt wird.

Angesichts dieser Situation müssen wir uns folgenden Aufgaben widmen:

1. Der antichristliche Charakter der „Gender-Ideologie“ muss noch viel bekannter gemacht werden. Wüssten die Christen hierzulande, was beispielsweise Kirchenführer gegen Gender gesagt haben, wäre der Widerstand diesen Irrsinn viel größer. Für Papst Franziskus ist Gender nichts anderes als ein Krieg gegen die Familie.

2. Außerdem muss viel bekannter werden, wie intensiv man dabei ist, aus den Schulen wahre Gender-Indoktrinationsstätten zu machen. Nirgends ist dies so deutlich, wie in Hessen. Dort wird von den Schülern sogar schon ab dem ersten Grundschuljahr die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ gefordert!

3. Schließlich muss auch die CDU-Wählerbasis erfahren, dass etliche ihrer Politiker auf eine Koalition mit den Grünen hinarbeiten. Dieser ist auch einer der Hauptgründe, wieso die Christdemokraten hinsichtlich Gender, Sexualerziehung oder Schulpolitik so schwach geworden sind. Schwarz-Grüne Koalitionen müsse auf jeden Fall verhindert werden. Die Grünen unternehmen seit ihrer Gründung einen erbitterten ideologischen Kampf gegen Ehe und Familie. Insbesondere die „Grüne Jugend“ verteidigt Positionen, die regelrechten Hass gegen die Ehe offenbaren. Die Haltung der Grünen zu Ehe und Familie ist mit einer christlichen Politik unvereinbar. Die Gender-Politik der Grünen ist Teil diese Anti-Familien-Politik.

Fazit: Die christliche Basis der Gesellschaft muss die CDU praktisch dazu zwingen, eine Politik durchzuführen, die sich nach christlichen Werten und Prinzipien orientiert. Was den Kampf gegen Gender-Indoktrination, Frühsexualisierung etc. anbelangt, dürfen sich die Bürger nicht auf Politiker jeglicher Couleur verlassen. Sie müssen selbst ihre Kinder und ihre eigene Interessen verteidigen. Nur durch eine Mobilisierung der christlichen Basis der Gesellschaft kann eine vernünftige Politik gewährleisten werden.


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Dienstag, 21. März 2017

Ehe und Familie im ideologischen Sperrfeuer von SPD und Grünen

So wie die Zeichen stehen, wird über Ehe und Familie aller Voraussicht nach bis zur Bundestagswahl heftig diskutiert werden.

Dabei geht es vielen Politikern nicht darum, Ehe und Familie zu fördern, sondern sie eigentlich zu zerstören: SPD, Grüne, Linke und inzwischen auch einige in der Union sind nämlich entschlossen, das Ehegesetz gleichgeschlechtlichen Paaren zu öffnen. Sollte dies geschehen, würden Forderungen, das Ehegesetz auch anderen Formen von Partnerschaften zu öffnen, bald folgen. Das wäre das Ende der Zivilehe. 


Seit Jahren nutzt eine wahre Anti-Ehe-Allianz jede Gelegenheit,  das Ehegesetz für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen.

Wie heftig eine solche Debatte aussehen könnte, zeigte beispielsweise die Auseinandersetzung innerhalb der CDU in den Wochen nach dem Referendum in Irland am 22. Mai 2015: Nachdem einige wenige Bundestagsabgeordnete gefordert hatten, das Ehegesetz für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen, schien es kein weiteres Thema zu geben. Finanzkrise Griechenlands, demographische Krise, Krieg in Syrien – kein Thema spielte damals so eine große Rolle, wie die Gleichstellung der Homo-Partnerschaften mit der Ehe.

Dabei ist nur eine winzigkleine Minderheit von Menschen an der Schließung einer solchen Ehe überhaupt interessiert. Was treibt also diese Allianz an?

Man muss nämlich eine gewaltige Empathie entwickeln, um nachempfinden zu können, was sich diese Politiker dabei denken. Seit Jahrtausenden ist die Ehe in allen Kontinenten und in allen Zivilisationen eine Verbindung zwischen Mann und Frau.

Wer der Meinung war, das Zeitalter der Ideologien sei mit dem Untergang des Sowjet-Kommunismus beendet, wird eines besseren belehrt: Einer Verbindung von zwei Menschen gleichen Geschlechts den Namen Ehe zu geben, was seit eh und je etwas ganz anderes bedeutet hat, ist schlichtweg ideologische Verblendung. Mehr noch, es ist ein ideologisch gesteuerter Wille, eine grundlegende Institution – die Familie -, die von Anbeginn der Menschheit existiert und die grundlegend für das normale Zusammenleben der Menschen ist, mutwillig zu zerstören.

Erstaunlich in dieser Hinsicht ist, wie sich die beiden großen Kirchen in Schweigen hüllen (Die Deutsche (katholische) Bischofskonferenz hat sich in einer Pressemitteilung dagegen ausgesprochen, aber nicht weiter versucht, Einfluss in der öffentlichen Debatte zu gewinnen). Sie scheinen die Gefahren für sich nicht zu sehen oder nicht sehen zu wollen.

Und diese sind durchaus groß. Käme es nämlich zu einer Öffnung der Ehe, würde dies zwangsläufig zu einer Religionsverfolgung führen.

Das wäre unvermeidlich, denn der Abschluss einer Ehe hat Folgen in sehr vielen Rechtsgebieten, wie etwa Familienrecht, Steuerrecht, Arbeitsrecht usw.

Falls die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtiche Paare durchgesetzt wird, würde es dazu führen, dass ein einziges Wort (Ehe) zwei völlig unterschiedliche Dinge meint, je nachdem, ob man die zivile oder die kirchliche Bedeutung des Wortes nimmt. Es würde ein Druck auf die Kirchen entstehen, sich der zivilen Bedeutung anzupassen.

Doch nicht nur das. Die Öffnung der Ehe für Homosexuelle hätte die Änderung von Hunderten, wenn nicht gar Tausenden von Gesetzen zur Folge. Alle Gesetze, in denen die Ehe irgendeine Rolle spielt, würden automatisch eine völlig neue Bedeutung erhalten, wie etwa Adoptionsrecht, Krankenversicherung, Erziehungsrechte, Altersversorgung usw. Kirchliche Einrichtungen würden vor einem Dauerdilemma stehen.

Noch konnten die Kirchen bislang ihre Sonderstellung in Deutschland verteidigen, so dass zum Beispiel Angestellte im kirchlichen Bereich besonderen Regelungen unterworfen sind. Doch die Offensive gegen diese Kirchenprivilegien wird immer stärker. Ihre (partielle) Abschaffung wird inzwischen von Grünen, Linken und FDP gefordert. Abgesehen davon, schwindet in der Gesellschaft das Verständnis für diese Sonderstellung. Selbst bei unveränderten rechtlichen Bestimmungen würde es den Kirchen zunehmend schwer fallen, Akzeptanz zu finden. Eine Zusammenarbeit zwischen kirchlichen und staatlichen Einrichtungen in etlichen Feldern wird sowieso nicht mehr möglich sein, es sei denn, die Kirchen passen sich den Umständen noch mehr an, als bislang schon geschehen und geben ihr christliches Profil preis.

Die Aktion "Kinder in Gefahr" wird jedenfalls nicht aufhören, die eigentliche Ehe zwischen Mann und Frau zu verteidigen. Wir müssen und können die Öffnung des Eherechts verhindern. Dazu müssen wir die christliche Basis Deutschlands mobilisieren. Lassen wir uns vor allem nicht vom Lärm beeinflussen, den viele Medien produzieren: Sie reflektieren nicht die Meinung der Menschen, sondern betreiben schlicht und ergreifend Propaganda.

In der Vergangenheit setzte sich die Aktion „Kinder in Gefahr“ mehrmals in diesem Sinne ein. Wir konnten das Schlimmste verhindern. Auch dieses Mal werden wir es schaffen, auch wenn es schwer werden sollte. Wir müssen zusammenhalten und gewiss sein, dass Gott uns beistehen wird.


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Montag, 20. März 2017

CDU kündigt „Pakt für Familien“ an – was müsste dieser enthalten?

Peter Tauber, Generalsekretär der CDU. Pressefoto CDU. Foto: Tobias Koch
Dr. Peter Tauber, Generalsekretär der CDU, hat in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ am 18. März 2017 erläutert, seine Partei wolle die Kinder in den Mittelpunkt der Politik setzen: „Alle Kinder sollen beste Chancen zum Aufstieg haben“ und weiter „Gerade für Familien mit kleinen Kindern ist mehr Unterstützung wichtig, beispielsweise durch Förderung von Wohneigentum.“

Um dieses Ziel zu bewerkstelligen, kündigt der CDU-Generalsekretär einen „Pakt für Familien“ an. Es ist naheliegend, dass Peter Tauber mit diesem Pakt seine Partei für die christlich-konservative Klientel attraktiv machen möchte. In den letzten Jahren wurde der „konservative Kern“ der CDU dermaßen demoliert, dass traditionelle Wählerschichten wegbrechen. Es droht, dass sie die AfD wählen oder einfach zu Hause bleiben. Währenddessen schafft es die SPD mit Martin Schulz, die traditionellen SPD-Wähler zu sich zu holen.

Über die konkrete Gestaltung des „Paktes für die Familien“ bleibt Peter Tauber noch recht vage: „Bereits Ende letzten Jahres hat Finanzminister Wolfgang Schäuble ein 3,5-Milliarden-Euro-Programm für Schulsanierungen aufgelegt. Bildungsministerin Johanna Wanka fördert die bessere digitale Ausstattung aller 40000 Schulen mit einem Digital-Pakt in Höhe von fünf Milliarden Euro. In diese Richtung könnte auch der Familienpakt gehen. Die SPD hat für Familien nur schöne Worte, aber keine Taten zu bieten: Nirgendwo ist die Kinderarmut so hoch wie in Nordrhein-Westfalen – wo die SPD regiert.“

Die Situation vieler Schulgebäude in Deutschland ist in der Tat dermaßen desolat, dass ein Kraftakt zur Sanierung notwendig erscheint. Ob eine bessere digitale Ausstattung der Schulen tatsächlich so erstrebenswert ist, wird von vielen Pädagogen bestritten, zumindest was das Erlernen von Sprachen und Arithmetik anbelangt.

Doch davon abgesehen: Sollte die CDU mit einem „Pakt für Familien“ die Deutungshoheit in der Familien- und Bildungspolitik gewinnen, dann sollte sie schnell Position beziehen zu den Themen, die den Familien tatsächlich als bedrohlich erscheinen.

Das wären:

1. In Deutschland wird seit Jahren das vorrangige Recht der Eltern auf Erziehung ausgehöhlt, obwohl dieses Recht verfassungsrang besitzt: Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft. (Art. 6,2 GG)

2. Dies zeigt sich insbesondere in den letzten Lehrplänen zur Sexualerziehung für die Schulen in Hessen, Sachsen, Baden-Württemberg etc., die allesamt gegen den Willen und sogar gegen die Proteste von Elternverbänden eingeführt wurden. Alle diese Lehrpläne sind in unterschiedlichem Maße Elemente der irrsinnigen Gender-Ideologie. Den Höhepunkt staatlicher Arroganz stellen die neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ für Hessen dar. Diese stammen just von einem CDU-Kultusminister, Ralph Alexander Lorz. Unter anderem ist für Kinder ab sechs Jahren die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ gefordert (!).

3. Eines der heftigsten ideologischen Angriffe gegen Ehe und Familie ist die Forderung, das Ehegesetz für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen. Damit würde man einen absurden Begriff von „Ehe“ und damit von Familie einführen. De facto wäre dies das Ende in Deutschland von Ehe und Familie als staatlich anerkannte Institutionen. Auch dies wäre ein Akt nie dagewesener staatlicher Arroganz, denn die Regierung würde sich anmaßen, Begriffe, die seit Menschengedenken existieren, willkürlich bis zur Unkenntlichkeit zu verzerren.

4. Schließlich müsste ein „Pakt für die Familien“ der CDU eine klare Abgrenzung gegen die Partei „Bündnis90/Die Grünen" beinhalten. Die Grünen unternehmen seit ihrer Gründung einen erbitterten ideologischen Kampf gegen Ehe und Familie. Insbesondere die „Grüne Jugend“ verteidigt Positionen, die regelrechten Hass gegen die Ehe offenbaren. Die Haltung der Grünen zu Ehe und Familie sind mit einer christlichen Politik unvereinbar.


Diese vier Punkte sind gewissermaßen Mindestforderungen einer christlichen Familienpolitik. Will die CDU die christliche Basis und ihre eigenen christlichen Grundprinzipien ernst nehmen, ist die Berücksichtigung der oben gennannten Punkte unverzichtbar.

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Mittwoch, 15. März 2017

"Sexuelle Vielfalt“ ist eine Mogelpackung für Gender

Der Kampf gegen die Gender-Ideologie muss weiter gehen: "Demo für Alle" in Wiesbaden gegen die "Richtlinien zur Sexualerziehung" von CDU-Kultusminister Lorz. Foto: J Saidl.
Seitdem linksgerichtete Politiker versuchen, die Gender-Ideologie in die Schulen einzuführen, laufen Eltern und Familienorganisationen gegen diesen Angriff auf die Kinder, auf die Familie und auf die christlichen Wurzeln unseres Landes Sturm.

Eines der Indizien, dass diese Proteste gewirkt haben, ist die Tatsache, dass sie ihre linksideologischen Absichten mit anderen Wörtern beschreiben. „Gender“ klingt in zu vielen Ohren nach Indoktrination, Irrsinn und linksgrüner Ideologie.

Der Ausdruck Gender wird von den Politikern – vor allem von den Schulpolitikern – gemieden. Das Zauberwort heißt nun „sexuelle Vielfalt“.

Der Vorteil des Begriffes „sexuelle Vielfalt“ für die Politiker besteht auch darin, dass er schwammig ist und sich somit bestens für politische Texte eignet. Dass es „sexuelle Vielfalt“ gibt, bestreitet nämlich niemand, denn auch die Christen behaupten, es existiere eine Vielfalt, die eben aus Männern und Frauen besteht.

In den neueren Lehrplänen für Hessen, Sachsen, Thüringen oder das Saarland kommt tatsächlich das Wort Gender kaum vor. Umso mehr ist die Rede von „sexueller Vielfalt“, die man sogar im Falle Hessens "akzeptieren" müsse.

Man darf sich aber nicht für dumm verkaufen lassen: Wer „sexuelle Vielfalt“ sagt, meint Gender.

„Sexuelle Vielfalt“ suggeriert, dass es nicht nur Männer und Frauen gibt, sondern eine nicht definierbare Vielzahl von geschlechtlichen Identitäten oder Orientierungen.

Die Biologie könne man deshalb getrost beiseitelassen, denn das wichtige sei, als was man sich selber einschätzt: Ich bin das, wofür ich mich halte. Und das müssen die anderen akzeptieren, notfalls per Gesetz.

Die Gender-Ideologie besagt nichts anders: Das Geschlecht ist eine soziale und kulturelle Konstruktion, also ein willkürliches Fabrikat.

Diese angebliche „Konstruktion“ würden die Kinder in erster Linie im Elternhaus erhalten. Die Befürworter von Gender in der Schule - Grüne, Lsbtiq-Aktivisten, Die "Linke" etc. -  sind deshalb der Auffassung, Eltern würden ihren Sprößlingen überkommene Geschlechterrollen vom Kleinkindalter an aufzwingen. Aus diesem Grund müsse der Staat sich über das Erziehungsrecht der Eltern hinwegsetzen und sie mit Gender indoktrinieren. Der Staat muss sozusagen die Erziehung der Eltern entsprechend der Gender-Ideologie „korrigieren“.

Im Kampf gegen die Gender-Lehrpläne ist es wichtig, zu verstehen, dass „sexuelle Vielfalt“ und „Gender“ dasselbe meinen.

Beispielsweise wäre es für einige Kritiker des neuen hessischen Lehrplanes zur Sexualerziehung nämlich praktisch ausreichend, wenn man das Wort „Akzeptanz  sexueller Vielfalt“ durch „Toleranz sexueller Vielfalt“ ersetzen würde.

Es wäre aber ein Trugschluss zu behaupten, dass damit das Problem aus der Welt geschafft sei. Durch das Ersetzen von Akzeptanz durch Toleranz wäre der Lehrplan nach wie vor ein Marsch in die Gender-Indoktrination und deshalb inakzeptabel.

Man darf sich aber nicht hinters Licht führen lassen: Man muss solange gegen „Gender“ in all seinen Bezeichnungen eintreten, bis die Lehrpläne aufhören, eine Gefahr für unsere Kinder darzustellen.


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Sonntag, 12. März 2017

Bundesvorstand der Grünen: Hessischer Gender-Lehrplan der CDU ist „grüne“ Leistung

Grüne und Chaoten freuen sich über den Gender-Lehrplan von CDU-Kultusminister Lorz
Seit dem Spätsommer tobt in Hessen eine heftige Debatte. Grund sind die neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ von CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz.

Viele Eltern und CDU-Mitglieder reiben sich die Augen und fragen sich: Wieso erlässt just ein CDU-Politiker einen Gender-Lehrplan, der die Forderung nach „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ für Kinder ab sechs Jahren vorsieht?

Schon allein aus politischen Erwägungen ist die Frage mehr als berechtigt. Denn der Gender-Lehrplan nützt ausschließlich den Grünen, die sich seit eh und je als Lobby der LSBTIQ-Bewegung verstanden haben.

Genauso sieht das auch der Bundesvorstand der Grünen. Im Wahlprogramm 2017 schreiben sie: „In den Landesregierungen haben wir hier auch gegen Widerstände klare Akzente gesetzt, zum Beispiel mit den Bildungsplänen zur sexuellen Vielfalt in Baden-Württemberg und in Hessen.“

Im Klartext: Der Gender-Lehrplan von CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz wird von den Grünen als ihr eigener Sieg angesehen und nicht als Erfolg der CDU.

Das entspricht auch der Realität: Bei der Demonstration am 30. Oktober 2016 (Demo für Alle) gegen den Lehrplan nahmen Familien, Eltern und normale Bürger teil. Die klassische CDU-Wählerschaft also. Diese protestierte gegen den CDU-Lehrplan.

An der Gegendemonstration beteiligten LSBTIQ-Gruppen, Parteien wie die „Linke“ und allerhand Chaoten und Linksradikale. Das sind offenbar die neuen „Freunde“ der CDU.

Von Anfang an hielten etliche Medien den Erlass von Kultusminister Lorz im Grunde für ein „grünes“ Fabrikat:

Internet-Zeitung Queer (für Homosexuelle) am 18. September 2016: Der neue Lehrplan wurde maßgeblich von den Grünen vorangetrieben.

Magazin Männer (für Homosexuelle) am 19. September 2016: Der neue Lehrplan sei behutsam und gemeinsam unter Beteiligung von GRÜNEN und CDU diskutiert und erarbeitet worden.

Philologenverband am 1. November 2016: Wie auch in Baden-Württemberg haben sich augenscheinlich die Vorstellungen der Partei Bündnis 90/Die Grünen bei der Gewichtung der Inhalte für den Sexualkunde-Unterricht durchgesetzt, erkennbar beispielsweise am sehr breiten Raum, der im Lehrplan Themen wie „Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten“ gegeben wird.


Die Stellungnahme der Bundesvorstands der Grünen ist die Bestätigung dafür, dass diese Anmerkungen korrekt sind.

Es wird immer deutlicher, dass der Gender-Lehrplan von Kultusminister Ralph Alexander Lorz nicht nur eine Katastrophe für Eltern und Kindern ist, sondern für die CDU selbst! Ministerpräsident Volker Bouffier sollte endlich die Notbremse ziehen und diesen Erlass einstampfen.


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Dienstag, 7. März 2017

Ehe zwischen MANN und FRAU verteidigen heißt Rechtsstaat verteidigen

Der Autor bei der "Demo für alle" in Wiesbaden im Oktober 2016
Die SPD hat nun beschlossen, die Öffnung des Eherechts für gleichgeschlechtliche Paare zu einem wichtigen Wahlkampfthema zu machen.

Man fragt sich, ob sich die Volksvertreter im Klaren sind, was sie da fordern.

Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare käme einer Neudefinition der Ehe gleich. Anders ausgedrückt: Die Mehrheit, also die, die gerade die politische Macht besitzt, würde die Begriffe, die das politische und gesellschaftliche Leben bestimmen, umdeuten können.

Auf diese Weise könnte es rein theoretisch dazu kommen, dass in Deutschland nach jeder Bundestagswahl, also je nach vier Jahren, eine neue Definition von Ehe gültig wäre.

So etwas nennt man Willkür.

Was gegenwärtig die SPD (und die Grünen) hinsichtlich der Ehe fordert, nämlich die grundsätzliche Umdeutung des Begriffs, könnte bald von anderen Rechtsgütern wie dem Eigentum, der Würde, dem Recht auf Leben, der Freiheit, der Religionsfreiheit und weiteren gefordert werden.

Wer der Meinung ist, das könne nicht passieren, hat nichts aus der Geschichte gelernt.

Kardinal Robert Sarah, Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst, schreibt in seinem Buch „Gott oder nichts" (Dieu ou rien): „Die wichtigsten Maßnahmen revolutionärer Regierungen betrafen immer die Familie. Aus diesem Grund handelten alle Hirtenbriefe meiner ersten fünf Jahre als Erzbischof (im kommunistischen Guinea) von der christlichen Familie, um sie zu schützen“.

Um eine solche Situation zu verhindern, haben sich die Väter des Grundgesetzes dazu entschlossen, den Grundrechten große Bedeutung zu geben. Diese sollten nie wieder der Willkür ausgeliefert werden.

Doch genau das ist dabei zu geschehen.

In der öffentlichen Debatte kündigt sich diese Situation schon lange an. Wer sich irgendeiner der absurden politischen Forderungen der Homo-Lobby widersetzt hat, wird rasch Opfer einer Schmutzkampagne und wird mit dem Totschlagbegriff „homophob“ belegt.

Werden in der öffentlichen Meinung die Grundrechte nicht mehr respektiert und geschätzt, ist es bloß eine Frage der Zeit, bis die Gesetze den Einzelnen nicht mehr schützen.

Deshalb müssen wir uns für die Zivilehe zwischen Mann und Frau einsetzen
. Bitte unterstützen Sie unsere Petition mit Ihrer Unterschrift und der Verbreitung an Freunde und Bekannte: https://www.aktion-kig.org/kampagnen/ehe-nur-zwischen-mann-und-frau/

Freitag, 3. März 2017

Trotz anhaltender Kritik klammert sich die CDU-Hessen an Gender-Lehrplan

Die Bürger müssen selber die Verteidigung ihrer Rechte in die Hand nehmen. Foto: Demo in Stuttgart gegen den Bildungsplan 2015
Die Liste der Kritiker der Gender-Lehrpläne für die Schulen wird immer länger. Nun ist  auch Prof. Reinhard Slenczka hinzugekommen.

Laut einem Bericht von IDEA wird die Ablehnung des Professors für ev. Theologie an der Universität Erlangen seine Ablehnung folgendermaßen begründet: „Slenczka wirft den Vertretern der Gender-Ideologie ferner vor, die ‚Befriedigung des Sexualtriebs in beliebiger Form nicht nur orientierend zur Wahl zu stellen, sondern ihn aufzuwecken und sogar auszuprobieren‘. Wenn das in Lehrpläne von Schulen aufgenommen und durchgesetzt werde, dann sei das Kindesmissbrauch, denn auf diese Weise werde die schützende Scham beseitigt und nicht mehr respektiert.“

Prof. Slenczka kann recht deutlich werden: „Es gebe keinerlei theologische, rechtliche und politische Berechtigung, die Forderungen der Gender-Ideologie durchzusetzen ‚und auf diese Weise die bestehende Gesellschafts- und Rechtsordnung tiefgreifend zu verändern, ja zu zerstören‘.“

Der CDU in den Bundesländern Hessen, Sachsen-Anhalt, Thüringen etc. müsste allmählich dämmern, dass sie nicht nur irrsinnige und überflüssige Gender-Lehrpläne in die Welt gesetzt hat, sondern auch einen fatalen politischen Fehler unternahm: Um sich bei den Grünen anzubiedern, ist diese Partei Eltern und konservativen Christen – also die klassische Basis der Christdemokraten – in den Rücken gefallen.

Besonders krass ist der Fall Hessens. Dort fordern die neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ von den Schülern ab sechs Jahren die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“. Dieser Unfug soll fächerübergreifend in die Praxis gesetzt werden!

Kein Wunder, dass sich die Eltern von der CDU verraten fühlen.

Seit Monaten hagelt es Kritik. Einige Beispiele:

Prof. Karla Etschenberg in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 23. September 2016: „Akzeptanz bedeutet Billigung und Einverstandensein. Das kann bezüglich nicht heterosexueller Orientierungen von gläubigen Katholiken nicht erwartet werden. Sie sind nur zur Toleranz bereit.“

Philologenverband: „Wie auch in Baden-Württemberg haben sich augenscheinlich die Vorstellungen der Partei Bündnis 90/Die Grünen bei der Gewichtung der Inhalte für den Sexualkunde-Unterricht durchgesetzt, erkennbar beispielsweise am sehr breiten Raum, der im Lehrplan Themen wie ‚Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten‘ gegeben wird.“

Philologenverband: „Der Lehrplan verlangt hier eine Erziehung zur ‚Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen (LSBTI).‘ Ganz abgesehen davon, dass hier psychologische und biologische Kategorien miteinander vermischt werden, lässt der Lehrplan weder Eltern und Schülern noch Lehrkräften die Freiheit, zumindest in Teilen zu anderen Bewertungen der verschiedenen Aspekte von Sexualität zu kommen. Die als Bildungsziel ausgewiesene ‚Akzeptanz‘ (im Sinne von Anerkennen, Hinnehmen, Gutheißen) geht über die ‚Toleranz‘ (das Gelten- und Gewährenlassen) hinaus.“

Dieser Lehrplan muss eingestampft werden. Wann wird die CDU ihren fatalen Fehler einsehen?

Der Gender-Lehrplan von Kultusminister Lorz für Hessen ist lediglich die Spitze des Eisbergs. Ähnliche Erlasse gab es auch in Sachsen-Anhalt und Sachsen.

Gegenwärtig stellt sich die CDU taub und versucht, die Debatte auszusetzen.

Deshalb ist der Protest der Eltern so wichtig! Nur durch den Druck der Basis wird sich Politik zum Besseren werden.

Unterstützen Sie bitte die Aktion „Kinder in Gefahr“ mit Ihrer Teilnahme: Unterstützungserklärung - keine Experimente mit unseren Kindern!
 

Sie helfen uns auch, die Öffentlichkeit über diesen Angriff auf unsere Kinder aufmerksam zu machen mit Ihrem "Like“ unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/aktionkig/ Danke!

Donnerstag, 23. Februar 2017

Grüne Jugend wünschte sich 2015 die Auflösung Deutschlands

Grüne Jugend mal wieder in den Schlagzeilen. Screenshot von Fokus-Online vom 4. Oktober 2015
Diese Schlagzeile fand ich per Zufall beim Suchen in Google: „Grüne Jugend wünscht sich Auflösung Deutschlands“.

Man könnte meinen, das wäre eine der üblichen Provokationen der grünen Nachwuchsorganisation. Doch beim genaueren überlegen, ist das nicht nur eine Provokation, sondern die Beschreibung des tiefen Seelenzustandes dieser Partei.

Betrachtet man nämlich die Forderungen der Grünen, so ist der gemeinsamer Nenner vielfach genau das Schlüsselwort der oben genannten Schlagzeile: Auflösung.

Einige Beispiele:

* Die Grüne Jugend will die Ehe abschaffen, also auflösen.
* Die Grüne Jugend will Mehr-Eltern-Adoption, was nichts anderes bedeutet als Auflösung von Ehe und Familie.
* Bündnis/Die Grünen wollen Ehegesetz für homosexuelle Paare öffnen, was auch die Auflösung der klassischen Ehe beinhaltet.
* Sie wollen ebenso das Ehegattensplitting abschaffen und generell die Familien höher besteuern, was zur Auflösung der Ehe beiträgt.

Die Bereitschaft der Grünen, Utopien in die Praxis setzen zu wollen, ist so stark, dass diese Partei sogar die „Zweigeschlechtlichkeit“ überwinden will. Sie wollen also die Geschlechter auflösen.

Es wird deutlich: Die Grünen werden von einem tiefen Hass gegen die Eheinstitution angetrieben. Ihr Ziel ist ihre Auflösung.

Aber man findet noch mehr Beispiele:

* Durch die Einführung von Gender in Kitas und Kindergärten wollen sie die Kindheit und die kindliche Unschuld auflösen.
* Durch die Einführung von Gender in den Schulen wollen sie die Geschlechtsidentitäten auflösen und verwirrte und desorientierte Kinder hinterlassen, die nicht mehr wissen, was sie sind.
* Durch die Einführung von Gender in die Universitäten wollen die Grünen die menschliche Vernunft auflösen.

Man könnte noch weiter gehen und Beispiele aus anderen politischen Bereichen nennen.

Doch diese Beispiele zeigen: Die Seele der Grünen ist tief pessimistisch, nihilistisch, apokalyptisch und sogar selbstzerstörerisch. Die Unzufriedenheit mit sich selbst könnte der Grund sein, wieso sie eine dermaßen zerstörerische Politik vorantreiben.

Diese Beispiele zeigen aber auch, wie negativ das Menschenbild der Grünen ist. Für die Grünen ist der Menschen wohl nur zum Bösen, zum Zerstören, zum Hassen fähig. Die politische Konsequenz ist evident: Ein grün-ideologischer Staat müsste dann durch Gesetze dafür sorgen, dass der Mensch  das Gute im Sinne grüner Ethik vollbringt.

Die Grünen haben solange die Freiheit gegenüber staatlicher Autorität eingefordert und den Gegnern ideologische Indoktrination vorgeworfen, bis sie selber an der Macht waren. Nun werfen sie immer mehr ihre bis dahin eingeforderten Rechte über Bord, um ihre Ideologie durchzusetzen. Ihr autoritärer Charakter und ihr Fanatismus offenbaren sich zunehmend.

Wer die Weltanschauung dieser radikalen Partei kritisiert, wird mit einer geballten Wucht von Totschlagbegriffen belegt, um ihn zum Unmenschen zu machen. Dass diese Haltung der Grünen für die Aufrechterhaltung eines Rechtsstaates gefährlich ist, liegt nahe.

Leicht würde eine grün-dominierte Regierung Grundrechte durch ihre eigene Ideologie ersetzen wollen und Kritiker zu Feinden der gesamten Gesellschaft abstempeln.

Hierzu sind nicht einmal gesetzliche Änderungen nötig: Mit Hilfe des Staatsapparates lässt sich eine gesellschaftliche Stimmung schaffen, in der Angst vor Ausgrenzung und sonstige berufliche und soziale Benachteiligungen herrschen.


Helfen Sie uns bitte, Ehe, Familie und Kinder zu schützen: Die Seite der Aktion „Kinder in Gefahr“ in Facebook ist inzwischen ein sehr wichtiges Informationsmedium unserer Aktion "Kinder in Gefahr" geworden. Für ein "Gefällt mir" wären wir sehr dankbar: https://www.facebook.com/aktionkig/?fref=ts

Mittwoch, 22. Februar 2017

CDU-Gender-Lehrpläne sind Freibriefe für rot-rot-grüne Ideologen und damit tickende Zeitbomben

Kultusminister Ralph Alexander Lorz. Sein Lehrplan für Hessens Schulen öffnet linksgrünen Gender-Ideologen Tür und Tor. Foto: Manjit Jari, Kultusministerium Hessen
In Unterhaltungen mit CDU-Mitgliedern oder CDU-nahen Lehrern über die Gender-Lehrpläne, die die Christdemokraten in Hessen, Sachsen-Anhalt, Sachsen etc. (mit-)erlassen haben, hört man oft Bemerkungen dieser Art:

„Ja, die Lehrpläne sich nicht gut, besonders nicht die neuen hessischen „Richtlinien zur Sexualerziehung“, die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ fordern. Doch Richtlinien werden nicht 100prozentig angewandt und die Lehrer sorgen schon dafür, dass alles im Rahmen bleibt. Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“

Eine solche Einschätzung ist naiv, verfehlt, kurzfristig und deshalb gefährlich. Aus verschiedenen Gründen:

Es ist in der Tat richtig, dass am Ende die Lehrer entscheiden, in welchem Maße erlassene Lehrpläne oder Richtlinien tatsächlich im Unterricht berücksichtigt werden. Es ist auch richtig, dass eine beträchtliche Anzahl von Lehrern vernünftig ist oder keinen Ärger mit den Eltern haben will und deshalb den Ball flach hält. Zudem kommt hinzu, dass gegenwärtig viele Schulen sowieso überfordert sind und die Curricula nur mit Mühe erfüllen können.

Aber es gibt ebenfalls eine nicht geringe Zahl von Lehrern, für die die Gender-Lehrpläne einen höchst willkommenen Anlass bieten, Gender in vollem Umfang im Unterricht zu behandeln. Dadurch, dass die Richtlinien hinsichtlich der konkreten Anwendung recht allgemein formuliert sind, werden solchen Lehrern kaum Grenzen gesetzt.

Bekanntlich wird in Hessen nun die „Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen“ gefordert. In der Altersgruppe der 6- bis 10-Jährigen sollen „unterschiedliche Familiensituationen (z.B. Patchworkfamilien, Alleinerziehende, Pflegefamilien, gleichgeschlechtliche Partnerschaften)“ behandelt werden.

Meint ein Lehrer, in der Schule eine Kampagne pro Gender durchziehen zu müssen, so werden ihm sehr schwache Grenzen gesetzt.

Für die Eltern wird der Schulgang ihrer Kinder eine Art Glücksspiel. Es gibt keine Garantie für sie, dass ihre Kinder nicht in die Hände von Gender-Aktivisten gelangen. Das ist unzumutbar.

Die Bedrohung durch die Gender-Lehrpläne könnte zudem eine völlig andere Dimension erreichen, wenn es in der deutschen Politik zu einem deutlichen Linksruck kommt, sprich, zu einer rot-rot-grünen Koalition.

Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel hat sich offen für eine rot-rot-grüne Koalition nach der nächsten Landtagswahl im Jahr 2018 geäußert. Spätestens dann könnte man versuchen, einen wahren Gender-Durchmarsch in Hessens Schulen durchführen.

Sollte Rot-Rot-Grün die Macht nach den nächsten Wahlen in Hessen übernehmen, bräuchte die neue Landesregierung lediglich den neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“ von CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz vollumfänglich in die Praxis umzusetzen, um aus den Schulen wahre Gender-Indoktrinationsstätten zu machen. Rot-Rot-Grün würde somit zum Vollstrecker einer Gender-Revolution werden, deren Grundlagen die CDU zuvor gelegt hat.

Wenn man allein diese Gefahr in Betracht sieht, erkennt man, wie falsch, verantwortungslos und kinder- und familienfeindlich CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz gehandelt hat, als er seinen Gender-Lehrplan für Hessen in Kraft gesetzt hat.

Die Christdemokraten in Hessen, Sachsen-Anhalt, Sachen etc. sollten deshalb endlich die Kritik von Eltern, katholischer Kirche, Familienorganisationen etc. ernst nehmen. Die Christdemokraten sollten endlich die Gefahren erkennen, die die Lehrpläne in sich bergen, die sie (teils) selber erlassen haben.


© Mathias von Gersdorff. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung

Dienstag, 21. Februar 2017

Wie das linksgrüne Milieu denkt: Religion ist Privatsache, Sexualität nicht

Plakat von "Kinder in Gefahr" bei einer "Demo für alle" in Stuttgart
In einem Interview für den „offenen Kanal Kassel“ habe ich die ungewöhnliche These geäußert, die katholische Kirche sei hinsichtlich Sexualität liberaler als das links-grüne Milieu. Meine Begründung: Die katholische Kirche vertritt zwar eine sehr strenge Sexualmoral, strebt aber gar nicht an, diese dem Volk über das Schulsystem aufzuoktroyieren, wie das viele Politiker wollen. Stattdessen behauptet die Kirche, dieser Bereich gehört ins Elternhaus, das heißt, ins Private.

Das linke Milieu ist der Auffassung, es sei hinsichtlich Sexualität sehr liberal. Ist das wirklich so?

Jedenfalls nicht, wenn man unter „liberal“ eine Grundhaltung versteht, nach der jeder allein für sich selbst entscheiden soll, wie er leben und denken will.

Keineswegs ist das die Grundhaltung der Linksgrünen: Linke und Grüne missionieren ihre Gender-Ideologie mit einem Eifer, den man bei Christen selten findet. Sie verteidigen diese irrsinnige Ideologie mit einem Fanatismus, den man sonst nur in besonders radikalen Sekten findet.

Und vor allem: Linke und Grüne fordern, dass der Staat seine Machtinstrumente verwendet, um diese Ideologie dem ganzen Volk aufzuoktroyieren. Auf diese Weise wird Gender in Deutschland systematisch zu einer wahren Staatsdoktrin erhoben.

Nichts Derartiges ist von der katholischen Kirche zu vernehmen: Ihre Sexualmoral ist zwar streng, doch keineswegs wird gefordert, dass sie via Schulsystem zu einer Art Staatsdoktrin wird.

Wenn es um Religion in der Öffentlichkeit geht, werden die Rollen gewissermaßen getauscht. Je weiter man nach links blickt, desto deutlicher wird behauptet, Religion sollte reine Privatsache sein.

Auch dieses Credo der Linken wird mit einem Impetus und mit einer Aggressivität verteidigt, die man im christlichen Milieu kaum kennt. Man muss nur einmal zu einer Demonstration von Lebensrechtlern oder zu einer „Demo für Alle“ gehen, um eine Idee der Wut und des Hasses der linken Gegendemonstranten zu sehen. Die Gotteslästerungen, zu denen die linksradikalen Chaoten fähig sind, kann man gar nicht wiedergeben. Und dabei sind manche dieser Straßendemonstrationen gar nicht christlich geprägt, jedenfalls nach außen nicht. Doch schon allein der Verdacht, dass diese Menschen christlich motiviert sein könnten, bringt die Chaoten zur Weißglut.

Ist das etwa ein Zeichen von Liberalismus und Toleranz?

Dabei fordert beispielsweise die katholische Kirche keineswegs, dass Religion generell öffentlich sein soll. Sie will Freiheit für die Religionsausübung und mischt sich ein, wenn es um Gesetze oder sonstige Aspekte des öffentlichen Lebens geht, die die Moral betreffen, wie das Elternrecht, welches beim Thema Sexualerziehung eine besonders große Rolle spielt.

Zudem sind – um bei der katholischen Kirche zu bleiben – ihre Argumente nicht direkt aus der Bibel entnommen, sondern aus dem Naturrecht, also einem universellen und unabhängig von der religiösen Konfession gültigen Referenzpunkt.

Allein aus Gründen des heute so hoch gepriesenen Pluralismus müsste die Stimme der Kirche bzw. der Christen willkommen sein.

[Fairerweise muss man an dieser Stelle feststellen, dass die Grünen keinen radikalen Laizismus vertreten. Gleichwohl nutzen sie punktuell radikallaizistische Argumente, wie beispielsweise in der Auseinandersetzung um "Gender" in den Schulen.]

Es kommt hinzu, dass – zumindest was die katholische Kirche betrifft – gar kein Anspruch besteht, den Staat bzw. das politische Leben eines Landes in allen Bereichen beeinflussen zu wollen.

Im Gegensatz dazu wollen Linksgrüne alle öffentlichen Lebensbereiche prägen und daß der Staat überall, inklusive im Privaten, Vorschriften macht und durchsetzt, wie etwa beim Essen (Nur ein Beispiel: https://www.gruene-bundestag.de/themen/ernaehrung.html ).

An diesen wenigen Überlegungen und Beispielen wird klar: Viele benutzen die Worte „Liberalismus“, "Toleranz“ oder „Trennung von Kirche und Staat“ als Tarnworte und wollen in Wahrheit ihren eigenen absoluten ideologischen Anspruch kaschieren.
© Mathias von Gersdorff. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung

Montag, 20. Februar 2017

Dax-Konzern Telekom im Dienst der neomarxistischen Kulturrevolution

Telekom Gender-Werbung: Baby und zwei Frauen (Screenshot der Werbung)
Das ideologische Spektrum von grün bis dunkelrot übt sich gerne in der Schelte von Großbanken, der Großindustrie der internationalen Multis. Für sie sind das mehr oder weniger Blutegel, die das Leben derjenigen aussaugen, die wirklich Tag für Tag hart arbeiten.

Diese sozialistisch/marxistische Rhetorik wird jedes Mal aus der Mottenkiste geholt, wenn die Presse über zu hohe Bonuszahlungen oder einen Korruptionsskandal berichtet.

Das alte Bild des Klassenkampfes scheint immer noch gute Dienste für unsere Politiker zu leisten, deren Herz (gerne mal) „links“ schlägt, egal, welcher Couleur sie sind.

Genau diese Politiker sind aber auffallend still, wenn Dax-Konzerne nicht wie gnadenlose Kapitalisten in Erscheinung treten, sondern als Propagandisten der Kulturrevolution im Sinne der 1968er-Bewegung und der „sexuellen Revolution“.

Das aktuelle Beispiel ist eine Werbung der sogenannten Family-Card. Dieser Vertrag bietet die Möglichkeit einer Zweitkarte für einen Familienangehörigen.

Doch was die Telekom unter „Family“ versteht, hat in Wahrheit nichts mit Familie zu tun. Das Dax-Unternehmen hat für sich entschieden, dass alle möglichen homosexuellen und sonstigen Partnerschaftsformen auch „Familie“ sind.

Somit handelt es sich hier nicht bloß um Werbung für einen Telefon-Vertrag, sondern um regelrechte Gender-Propaganda. Ein neomarxistisches Familienbild soll in den Mentalitäten und in der Gesellschaft verankert werden.

Antonio Gramsci, der große Theoretiker einer marxistischen Kulturrevolution, und Herbert Marcuse, der Hauptdenker der 1968er-Bewegung, wären über den Werbespot der „Deutschen Telekom“ begeistert.

Seit Jahrzehnten erleben wir einen wahren Propagandafeldzug, um die Idee zu propagieren, Ehe und Familie seien beliebige Konstellationen von Personen und das Geschlecht sei mehr oder weniger unerheblich.

Die Verbreitung dieser Ideologie wird mit massiven finanziellen Mitteln vorangetrieben. Die immer wieder genannten „neuen gesellschaftlichen Realitäten“ sind Frucht dieser Werbekampagnen und der Lobbyarbeit bestimmter Organisationen.

Auf diese Weise werden die Ansichten der Menschen und die gesamte Kultur verändert.

Anders ausgedrückt: Stückweise werden so die noch existierenden Reste einer christlichen Gesellschaftsordnung, deren Grundlage die Ehe zwischen Mann und Frau ist, zerstört. 


 © Mathias von Gersdorff. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung

Samstag, 18. Februar 2017

Stellungnahme zum seit einigen Tagen kursierenden Manifest "SineDubia - Wir gehen mit Papst Franziskus!"

Nur zwei Stellungnahmen aus den letzten Tagen: Kardinal Coccopalmerio ist der Auffassung, Amoris laetitia öffnet die Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene. Kardinal Ruini (der nicht gerade zum konservativen Flügel gehört) ist der Auffassung, AL öffnet NICHT die Kommunion für die WVG. Offensichtlich besteht Klärungsbedarf in dieser Hinsicht. Das ist das Anliegen der Dubia-Kardinäle. Währenddessen schaffen manche Bischöfe oder gar Bischofskonferenzen (wie etwa die Deutsche) Fakten. Diese Klärung kann nur von Papst Franziskus selbst kommen. Die Stoßrichtung dieses Manifests ist mir deshalb unklar, die Schärfe der Kritik halte ich für unangemessen.

Die Sorgen moderner Jesuiten: Toiletten Transsexueller


Freitag, 17. Februar 2017

Ungeborene Kinder mit Trisomie: Neuer Tabubruch im leisen Anmarsch

Tagung des "Gemeinsamen Bundesausschusses": In dieser kalten Atmosphäre wird über Leben und Tod entschieden. Pressefoto G-BA
Die Meldung des Ärzteblattes vom 16. Februar 2017 scheint auf dem ersten Blick alltäglich und harmlos:

„Die Mitglieder des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) haben Versicherteninformationen zur nicht invasiven Pränataldiagnostik (NIPD) zur Bestimmung des Risikos autosomaler Trisomien 13, 18 und 21 mit Hilfe von speziellen Tests in Auftrag gegeben. Das zuständige Institut für Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) soll die Informationen für werdende Eltern in den kommenden Monaten zusammenstellen.“

Übersetzt man den Text ins Umgangsdeutsche, wird die Tragweite der oben erläuterten Entscheidung des Gremiums, in welchen Krankenkassen, Ärzte und sonstige Personen, die im Gesundheitswesen involviert sind, deutlicher:

Die deutschen Krankenkassen haben eine Informationsbroschüre für schwangere Mütter in Auftrag gegeben. Diese Broschüre wird über die existierenden Bluttests, die das Risiko angeben, dass das eigene Kind an Down-Syndrom oder eine ähnliche genetische Krankheit leidet, informieren.

Das deutsche Gesundheitswesen macht also in gewisser Weise Werbung für Bluttests, deren Hauptfunktion das Auffinden von Gendefekten ist.

Was das konkret bedeutet, sagt uns die Statistik, also eine kalte Zahl: Ca. 95 Prozent der Kinder mit Down-Syndrom (Trisomie 21) werden abgetrieben, also vor der Geburt getötet. Richtigerweise müsste man sagen, 95 Prozent der Kinder, die möglicherweise Down-Syndrom haben, werden abgetrieben, denn absolute Sicherheit können auch die Bluttests nicht geben.

Der Schritt der Krankenkassen (vor allem sie wollen die Bluttests mehr oder weniger zu einer Standarduntersuchung bei Risikoschwangerschaften machen) scheint ein kleiner Schritt zu sein. Was kann man schon gegen Information haben?

Doch in der Tat ist es ein gewaltiger Schritt, der unternommen wird. Denn es geht um die endgültige Akzeptanz der fast kompletten Tötung einer Bevölkerungsgruppe durch unser Gesundheitsapparat.

Kurz: Das deutsche Gesundheitssystem findet sich damit ab, dass fast alle diese Menschen mit bestimmten Gendefekten getötet werden.

Und es wird nicht bei dieser Informationsbroschüre bleiben. Angestrebt wird die Übernahme dieser Bluttests in den Katalog der regulären Krankenkassenleistungen.

Was machen unsere Politiker währenddessen? Am 27. Januar 2017 lauschte der Bundestag beim Gedenktag der Opfer des Holocaust dem Schauspieler Sebastian Urbanski. Dieses Jahr wurde vor allem an die Opfer des NS-Euthanasieprogramms, das sog. „lebensunwertes Leben“ vernichtete, erinnert. Urbanski, der das Down-Syndrom hat, las einen Brief eines 1945 in diesem Vernichtungsprogramm Ermordeten.

Und unsere Medien? Die RTL-Serie „Unter uns“, eine der erfolgreichsten überhaupt, legt dieses Jahr einen Schwerpunkt auf Trisomie 21 (Down-Syndrom).

Ist das nicht makaber? Während Menschen mit Down-Syndrom in Politik und Medien sichtbar gemacht werden, verschwinden sie aus dem tatsächlichen Leben. Unser „Gesundheitssystem“ sorgt dafür.

Tun wir was dagegen! Erheben wir unsere Stimme gegen diese himmelschreiende Ungerechtigkeit.


 © Mathias von Gersdorff. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung

Mittwoch, 15. Februar 2017

Schulpolitik: Kann die CDU das Vertrauen der Eltern wieder gewinnen?

Pressefoto CDU-Deutschland
In den letzten Wochen erhielt ich einige Brief mit etwa folgendem Wortlaut: „Man kommt sich – menschlich gesprochen – machtlos vor: Einer Welle gegenüber die einen überrollt.“ Ein CDU-Mitglied schrieb mir: „In der sehr unerfreulichen Geschichte des Lehrplans zur Sexualerziehung bewegt sich fast nichts und alle Kritik wird abgeblockt.“

Obwohl ich solche Einschätzungen nicht teile, kann ich verstehen, dass manche angesichts der gegenwärtigen Lage mutlos werden.

Insbesondere Personen, die es gewohnt waren, dass im Bereich der Schulpolitik die CDU ihre Interessen gegenüber der SPD verteidigen, sind mit dem neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“ von CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz geschockt und paralysiert.

Viele hoffen, dass die CDU zur Raison kommt und von sich aus ihren fatalen Fehler erkennt: Die neuen Richtlinien sind nichts anderes als ein Gender-Lehrplan, den der CDU-Kultusminister in Kraft gesetzt hat, um die Wünsche der Grünen, der gegenwärtige Koalitionspartner, zu befriedigen.

Lorz´ Erlass empört die eigene Basis und stellt auch überhaupt einen eklatanten Bruch mit der Tradition der CDU, die Schulpolitik (einigermaßen) ideologiefrei zu belassen.

Damit ist nun Schluss. Die CDU hat diesen Lehrplan trotz des Widerstandes der Elternbeiräte (auf Landes- und Lokalebene), der katholischen Kirche und der eigenen Basis erlassen.

Seit dem Zeitpunkt des Erlasses hat sich die CDU darauf beschränkt, die Gemüter zu besänftigen. Sie will ihre eigenen Leute einlullen. In Antwortbriefen ist sie auf die Kritikpunkte praktisch nicht eingegangen. Sie hofft wohl, dass das Thema von allein verschwindet.

Es ist völlig klar: Die CDU-Hessen will nicht oder ist gar nicht in der Lage, auf offene und ehrliche Weise den Gender-Lehrplan ihres Kultusministers zu verteidigen.

Der Schaden, den die Christdemokraten für sich selbst angerichtet haben, ist enorm. Einen wichtigen Teil ihrer Wählerbasis (Eltern mit Kinder, Katholiken, bürgerlich gesinnte Familien etc.) hat sie vor den Kopf gestoßen.

Und das beim Thema Schulpolitik!

Schulpolitik ist oft bei Landtagswahlen entscheidend. Gerade in Hessen hat die SPD ihre jahrzehntelange Dominanz aufgrund ihrer vermurksten Schulpolitik verloren.

Ist der Schaden, der Kultusminister Ralph Alexander Lorz angerichtet hat, irreparabel?

Falls die CDU weiterhin ihre Politik des Einlullens betreibt, ja. Dann hat sie gezeigt, dass sie sich für eine gegen die Eltern und gegen ihre eigene Klientel gerichtete Ideologisierung der Schulpolitik entschieden hat. Und es ist nicht irgendeine Ideologie: Es ist die Gender-Ideologie, also einer der wichtigsten Bestandteile grüner Gesellschaftspolitik.

Zu diesem für die CDU düsteren Bild kommt hinzu, dass wenig Reaktion aus dem Inneren der Partei kommt. Damit gibt man unwillkürlich den Stimmen Recht, die seit Langem behaupten, in der CDU ließe sich nicht mehr Politik betreiben. Ein Klima der Angst würde jegliche Dissidenz ersticken. Diese Partei sei zu einem Abknickverein verkommen.

Aber möglichweise schafft es die CDU-Hessen noch, ihren Fehler rückgängig zu machen. Oder sie tut es aus schlichtem Kalkül, sollte die Aussicht auf eine Neuauflage von schwarz-grün schwinden.

Eines steht jedenfalls fest: Man kann sich nicht mehr darauf verlassen, dass die Parteien die Rechte und die Interessen der Bürger schützen. Die Bürger müssen sich organisieren, damit sie im Grunde die Politiker zwingen, das Richtige zu tun. Ansonsten wird die Schulpolitik immer mehr in die Hände von Ideologen geraten.

Dienstag, 14. Februar 2017

Ist die Sexualerziehung in Deutschland noch zu retten?

Für den Schutz der Kinder darf man sich nicht auf die Parteien verlassen. "Demo für alle" in Wiesbaden gegen den neuen "Lehrplan zur Sexualerziehung"
Nachdem es in Deutschland einige Jahre relativ ruhig rund um die Schulsexualerziehung wurde, kommt sie spätestens seit 2013/2014 immer wieder in Schlagzeilen.

Der wichtigste, aber nicht der einzige Grunde ist Gender. Der sog. „Bildungsplan 2015“ für die Schulen Baden-Württembergs“ sah dermaßen massiv die Einführung von Gender in die schulische Erziehung vor, dass ein Sturm des Protestes entstand. Dieser Sturm zieht seitdem von Bundesland zu Bundesland. Gegenwärtig ist Hessen das Epizentrum aufgrund der neuen „Richtlinien für die Sexualerziehung“ von Kultusminister Ralph Alexander Lorz.

Wie hier schon oft erläutert wurde, ist Lorz´ Lehrplan nichts anderes als ein Gender-Lehrplan, in welchem diese absurde Ideologie in der Form von „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ in die Schulen kommt, und zwar für Kinder ab sechs Jahren, die sich z.B. mit „gleichgeschlechtlichen Partnerschaften“ auseinandersetzen müssen. Eltern und Großeltern sind entsetzt und fassen es nicht, dass just ein CDU-Kultusminister einen solchen Erlass fabriziert.

Kritik an der Schulsexualerziehung gab es aber schon immer, manchmal lauter, manchmal leiser.

Der typische und gerechtfertigte Vorwurf in den 1990er Jahren war: Den Kindern werden Details über das Intimleben zu früh vermittelt und sie werden neugierig gemacht. Sexualkunde sei in Wahrheit „Verhütungsunterricht“.

Insbesondere katholische und evangelikale Eltern protestierten, weil sie ihr Elternrecht auf Erziehung verletzt sahen. Immer wieder kam zu Verhaftungen von Eltern, die ihre Kinder nicht am Sexualkundeunterricht teilnehmen lassen wollten.

Die Befürworter der Sexualerziehung an den Schulen gaben zu bedenken, dass Kinder in unserer sexualisierten Welt eine Orientierung in diesem Bereich bräuchten. Diese erhielten sie nicht zu Hause, weil viele Eltern schlichtweg dazu nicht in der Lage seien.

Beide Positionen beinhalten vernünftig Argumente (Ich persönlich trete für die Elternrecht-Position ein. Diese wird auch von der katholischen Kirche vertreten: Die Sexualerziehung ist primär Sache der Eltern. Der Staat darf sich nur einmischen im Falle einer Ermangelung elterlicher Erziehung).

Fände jetzt eine Debatte zwischen den beiden erwähnten Positionen statt, wäre eine Lösung nicht so schwierig und die Diskussion um das Thema wäre auch nicht so heftig.

Doch in Deutschland kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Die Schulsexualerziehung war von vornherein sehr stark ideologisch geprägt.

Bei ihrer Einführung Anfang der 1970er Jahre, wurde sie maßgeblich von Personen gestaltet, die der sog. „emanzipatorischen Sexualerziehung“ anhingen. Sie wollten die Ideen der „sexuellen Revolution“ der 1968er-Bewegung (Herbert Marcuse mit seinem Aufsatz „Triebstruktur und Gesellschaft“ gab einen entscheidenden Impuls) verwirklicht sehen. Die bürgerliche Moral wurde als repressiv scharf abgelehnt und sollte im Sexualkundeunterricht bekämpft werden. Die christliche Sicht von Sexualität – vor allem die katholische – war das absolute Feindbild.

Für diese „Pädagogen“ (Helmut Kentler war einer der bekanntesten) sollte der Sexualkundeunterricht tatsächlich eine antibürgerliche und antichristliche Sexual-Ideologie vermitteln.

Dieser - wenn man so will – „Geburtsfehler“ der deutschen Schulsexualerziehung wurde niemals behoben. Stets wurden die Ideen über Sexualität inkorporiert, die in linksintellektuellen Milieus gerade Mode waren.

Die CDU hat immer versucht, diesen Unterricht einigermaßen von diesen Ideologien frei zu halten, was ihr nicht immer gelang. Dennoch konnten sich aber die Eltern darauf verlassen, dass die Christdemokraten dafür sorgen würden, dass Ideologen nicht ungehemmt diesen Unterricht gestalten würden.

Dass gerade nun in Hessen die CDU einen totalen Gender-Lehrplan einführt, hat die Eltern schockiert. Sie haben nie damit gerechnet, dass die CDU ihnen in dieser Form in den Rücken fallen würde.

Doch nun zur Anfangsfrage: Ist die Sexualerziehung in Deutschland noch zu retten?

Ich behaupte: Nein, sie ist es nicht. Richtlinien, pädagogische Fachbücher und die Ausbildung der Lehrer sind durch und durch von den Ideen der sexuellen Revolution der  1968er-Bewegung und ihrer Nachfolger durchdrungen.

Auf diese Weise erhebt jede neue Generation von Pädagogen und  Schulpolitikern den Anspruch, „ihre“ ideologischen Vorstellungen zur menschlichen Sexualität zu implementieren.

Zurzeit ist Gender die neue Mode-Ideologie. Bald dürfte die Behandlung von Transsexualität der neue Hype deutscher Pädagogen werden.

Die Tatsache, dass das Elternrecht auf Erziehung nach wie vor gültig ist und sogar verfassungsrechtlichen Rang hat, schützt nicht vor der Ideologisierung des Schulsexualunterrichts. Selbst die Urteile des Bundesverfassungsgerichtes, die einen Indoktrinationsverbot vorschreiben, scheinen tote Normen zu sein.

Unter diesen Umständen ist die einzige Lösung, dass die Eltern aktiv werden. Sie können sich nicht auf die Parteien verlassen und müssen selber dahinwirken, dass der Sexualkundeunterricht nicht entgleist, wie das leider allzu oft geschieht.

Auf Dauer sollten Strategien entwickelt werden, die Sexualkunde zu einem Wahlpflichtfach machen und Eltern ihre Kinder davon befreien können.

Montag, 13. Februar 2017

Welcher Geist herrscht bei „katholisch.de“? / Dauerpolemik und Kampagnenjournalismus

Zum fremdschämen: Tweet des Chefredakteurs von katholisch.de
Berechtigte Empörung provozierte ein Tweet des Chefredakteurs von „katholisch.de“, Steffen Zimmermann. Mit Fäkalsprache beleidigt er die AfD-Vertreter bei der Bundesversammlung am 12. Februar 2017 und alle Wähler dieser Partei.

Geradezu ironisch wirkt die Tatsache, dass der neue Bundespräsident, Walter Steinmeier, den Umgangston in sozialen Netzwerken beklagt.

Zimmermann selbst, oder jemand in der Redaktion, hat wohl schnell gespürt, dass diese Bemerkung definitiv zu weit ging und löschte nicht nur den Tweet, sondern gleich das Konto. Schon in der Nacht von Sonntag auf Montag zeigte Twitter die Meldung „Sorry, diese Seite existiert nicht!“.

Dieser Tweet ist aber keineswegs ein Einzelfall. „Katholisch.de“ ist schon seit Langem ein Ärgernis für viele Gläubige und nicht selten zum Fremdschämen.

Man fragt sich unwillkürlich, welcher Geist in der Redaktion dieses kirchenfinanzierten Portals herrscht.

Wenn es beispielsweise darum geht, Kritik an konservativen Katholiken zu üben, fehlt jede Verhältnismäßigkeit.

So wurden am 14. Januar 2017 die vier Dubia-Kardinäle Burke, Brandmüller, Meisner und Caffarra mit den Mördern Brutus und Cassius verglichen. So wertet man bei katholisch.de eine Anfrage beim Papst, er möge zu gewissen Punkten in seinem Schreiben Amoris Laetitia Stellung nehmen. Fragen zu stellen (in Form von Dubia) wird mit einem Cäsarenmord in Zusammenhang gebracht.

Das reichte der Redaktion wohl nicht. Wenige Tage später, am 18. Januar 2017, legte man nach und „katholisch.de“ machte sich Gedanken darüber, was wohl die Kritiker von „Amoris laetitia“ antreibt.

Zitat: „Es sind die selbsternannten Bewahrer der Lehre, die vor allem mit ‚Amoris laetitia‘ und der Zulassung Wiederverheirateter zur Eucharistie überfordert zu sein scheinen. Innerlich zerrissen zwischen Papst- und scheinbarer Lehramtstreue nehmen ihre Äußerungen – vom US-Kardinal bis hin zum deutschen Blogger – immer absurdere Züge an. Man spricht dem Lehrschreiben die Verbindlichkeit ab, fordert eine Klarstellung, will Franziskus formal korrigieren oder plädiert dafür, doch erst einmal auf den eigenen Bischof statt auf den Papst zu hören. Ab und zu fallen sogar Worte wie ‚Häretiker‘ oder 'Schisma'. Doch woher kommt all der Hass? Wovor haben die konservativen Katholiken eigentlich Angst?“

Wohlgemerkt: Unter diesen Personen befindet sich selbst jemand wie Kardinal Carlo Caffarra, einer der anerkanntesten Moraltheologen der Gegenwart. Auch der päpstliche Ehrenprälat, Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, Träger des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse, Kardinal Walter Brandmüller, ist demzufolge lediglich von Hass angetrieben. Dass diese beiden und viele andere, die Amoris Laetitia kritisiert haben, wie etwa der Philosoph Robert Spaemann, zahlreiche Bücher veröffentlicht haben, muss nicht eigens erwähnt werden. 


Für "katholisch.de" spielt das alles keine Rolle. Das alles sind Personen, die aus der Zeit gefallen sind und eben aus Hass handeln. An dieser Stelle fragt man sich, was im Kopf der Verantwortlichen dieses Informationsportals der deutschen Bischofskonferenz vorgeht. Sind sie dermaßen von Narzissmus befallen, dass sie nicht merken, wie abfällig und überheblich sie über andere urteilen? Ist das etwa die Art und Weise, wie die katholische Kirche in Deutschland das Herz der Menschen für den Glauben gewinnen will?

Im Vorfeld der Familiensynode im Herbst 2015 konnte man laufend Artikel in „katholisch.de“ lesen, die der katholischen Morallehre widersprachen. Das Portal betrieb einen regelrechten Kampagnenjournalismus gegen das Lehramt.

Zu Recht empören sich viele Katholiken regelmäßig über dieses Portal. Kirchensteuern werden dazu verwendet, andere Katholiken – insbesondere konservative – zu verschmähen oder zu verspotten. Die Lehre der Kirche wird laufend angegriffen.

Ist das die Internet-Pastoral, die sich die Bischofskonferenz wünscht? Es wäre jedenfalls endlich Zeit, einzuschreiten und Maßnahmen zu treffen, damit sich solche Entgleisungen in der Zukunft nicht wiederholen.


Samstag, 11. Februar 2017

Sexualerziehung: Politiker fordern Blankoscheck von den Eltern/Darf man den Schulpolitikern vertrauen?

Kultusminister Ralph Alexander Lorz: Darf/Soll man ihm vertrauen? Foto: HKM/Manjit Jari
In Podiumsdiskussionen, Vorträgen oder Fragestunden mit Bürgern sagen die für Sexualkunde zuständigen Politiker stets dasselbe: Man solle vertrauen, dass das Wohl der Kinder im Fokus der Erziehung stünde.

Geradezu wütend werden diese Politiker, wenn Eltern sich beklagen, in den Schulen würde Frühsexualisierung betrieben, denn die Kinder würden mit Inhalten und Details des Sexuallebens konfrontiert, für die sie nicht vorbereitet sind.

Stets antworten sie dann: Das seien Unterstellungen, und falls so was mal vorgekommen sei, wären das Einzelfälle.

Vor allem in Hessen hört oder liest man ständig solche Sprüche seitens unserer Politiker seit Inkrafttreten der neuen „Richtlinien für die Sexualerziehung“ im Spätsommer 2016.

Darf man diesen Politikern vertrauen? Ist die Kritik an der Sexualkunde oder den neuen Lehrplänen überzogen?

Dazu einige (von vielen) Überlegungen:

1. Wenn Eltern ihre Kinder zur Schule schicken, vertrauen sie dem Schulsystem und damit den Schulpolitikern das wertvollste an, was sie haben. Es ist also völlig vernünftig und sogar angebracht, dass sie diesen Politikern kein grenzenloses Vertrauen schenken. Wenn man Güter anderen anvertraut, wie etwa Geld der Bank, ein Haus dem Mieter, den Wagen einer Werkstatt etc., will man auch irgendwelche Garantien haben. Diese Grundhaltung ist vernünftig und entspricht der menschlichen Natur.

2. Die übliche Haltung der Politiker in den Debatten über den Sexualkundeunterricht an den Schulen kann nur Misstrauen wecken. Analysieren wir den Fall Hessen als aktuelles Beispiel:

Gegen die „Richtlinien zur Sexualerziehung“ für die Hessischen Schulen gab es von vielen Seiten heftige Kritik (Katholische Kirche, Elternbeiräte, Philologenverband, etliche Vereine und Organisationen wie „Kinder in Gefahr“ etc.). Die zuständigen Politiker haben bis heute auf diese Kritikpunkte nicht angemessen geantwortet. In den Antworten von Kultusminister Ralph Alexander Lorz, CDU-Generalsekretär Manfred Pentz, CDU-Fraktionschef im Landtag Michael Boddenberg und anderen wurde nicht auf die Argumente gegen den neuen Lehrplan ernsthaft eingegangen.

Diese Politiker handeln nach dem Motto „Vogel, friss oder stirb“. Offensichtlich betreiben sie eine Strategie der sogenannten „asymmetrischen Demobilisierung“: Man spricht nicht über die Themen, die einen angreifbar machen, damit der politische Gegner seine eigene Basis nicht mobilisieren kann.

Doch im Falle des neuen Lehrplans für Hessen unternimmt die CDU (sie ist zurzeit zuständig für die Bildungspolitik) diese Strategie der „asymmetrischen Demobilisierung“ gegen die eigene Basis! Im Grunde will sie den Konflikt aussitzen.

Rein politisch ist diese Strategie falsch, weil die Schulpolitik in der Regel das wichtigste Thema in Landtagswahlen ist. Zu erwarten, dass sich die Menschen einfach abfinden, ist seitens der CDU einfach naiv.

Vor allem ist diese Strategie jedoch nicht geeignet, Vertrauen zu wecken. Anstatt die Menschen mit Argumenten zu überzeugen, will die Landesregierung die Menschen einlullen. Unsere Schulpolitiker bemühen sich geradezu, Misstrauen zu wecken.

3. Wenn die Politiker den Sexualkundeunterricht so toll und unbedenklich finden, ist nicht erklärlich, wieso er nicht als Wahlpflichtkurs angeboten wird. Das wäre naheliegend, denn dieser Unterricht ist im Grunde ein sog. „Querschnittsthema“, wie auch Menschenrechte, Demokratieverständnis etc.

Um beim hessischen Lehrplan zu bleiben: Eines der umstrittensten Punkte ist die Forderung (!) nach Akzeptanz „sexueller Vielfalt“. „Sexuelle Vielfalt“ ist nichts anderes als eine Umschreibung für Gender.

Die Politiker könnten so argumentieren: Es wäre gut, dass die Schulkinder „sexuelle Akzeptanz“ akzeptieren. Dafür werden wir Wahlpflichtkurse anbieten. Die Eltern sollen dann entscheiden, ob ihre sechsjährigen Kinder dort zum Beispiel lernen sollen, was gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind; das sieht der neue Lehrplan nämlich vor)

Die Schulpolitiker bieten diese Wahlfreiheit nicht an, weil sie wissen, dass viele Eltern das nicht akzeptieren werden. Dieser Unterricht muss deshalb verpflichtend sein.

Kann man aber dann ernsthaft behaupten, eine Indoktrinierung sei nicht angestrebt? Kann man von den Eltern unter diesen Umständen blindes Vertrauen verlangen?

Natürlich nicht. Diese Forderung nach einem Blankoscheck ist im Grunde nichts anderes als ein Kaschieren der brutalen Macht, mit der man bei der Durchsetzung der Gender-Lehrpläne vorgeht. Damit will man lediglich verhindern, dass das Ohnmachtsgefühl der Eltern eines Tages in blanke Wut umschlägt.